Petergstamm

Das Petergstamm ist eine Alpenpflanze
Primula balbisi, Familie, Primelgewächse, Primulaceae

Petergstamm – seltene Alpenpflanze zwischen Schönheit,
Schutz und Heilkraft

Petergstamm – alpine Herkunft und besondere Gefährdung

Das Petergstamm zählt zu den schönsten Frühlingspflanzen der Alpen.
Die Pflanze steht unter Naturschutz und ist streng geschützt.
Es machten ihr nicht nur Touristen, die sie ausgerissen und bestenfalls ausgegraben haben
beinahe den Garaus, auch der Klimawandel machen ihr zu schaffen.
Die Blüten des Petergstamms leuchten meist in kräftigem Gelb und sind weithin sichtbar.
Die Pflanze wächst bevorzugt in alpinen Höhenlagen auf felsigen und sonnigen Standorten.

Petergstamm – Alpenaurikel und Anpassung an extreme Standorte

Es wächst, wo Boden- und Vegetationsbedeckung karg ist und Felsen dominieren.
Die Blüten sind wohlriechend, durch Wachsausscheidungen wirken sie mehlig.
Die Blätter sind zu rosettenförmig, rundlich, etwas fleischig.
Sie schützen vor zu hoher Verdunstung, vor dem Vertrocknen.
Die Wurzeln sind verholzt und erschließen ihr die wenigen Humusmengen aus den Felsspalten.
Sie braucht vor allem Raum, ist niederwüchsig und lichtliebend. Verwandt ist sie mit der Schlüsselblume.

Petergstamm Alpenpflanze, neben Alpen-Kreuzblume

Bergaurikel – Begegnung in der Natur

Wir fanden die strahlend hell leuchtende Pflanze bei Wanderungen, die wir mit der Schamaninnen und Schamanen der beiden schamanischen Zentren „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und der „Shamanic – Clinic – Europe“ machten.

Seminare, Termine schamanische Beratung prägen unseren Alltag. Es ist unsere Schamanen Tradition, auch Wanderungen in die Bergen zu unternehmen.

Bedeutung als Alpenpflanze und kulturelle Erinnerung

„Als die leuchtende Blume noch reichlich wuchs, war es sozusagen eine besondere Freude, wenn ein verliebter Bauernbursche seiner Liebe eine Blüte dieser Sonnenpflanze, die er aus zumeist steilen Felswänden holte, mitbrachte und sich dabei vielleicht einen Enzian in den Hut steckte.“

Petergstamm – Heilpflanze und traditionelle Anwendung 

Nach der Lehre „signatura rerum“ des Paracelsus (1493 – 1541) heißt es:
“ Der liebe Gott hat jegliche Pflanze gezeichnet, wozu sie gut ist“
Sie wächst gerne in schwindelnder Höhe – deshalb wurde sie in der Volksmedizin auch gegen Schwindelanfälle verwendet.
Das Bergaurikel speichert wie Schlüsselblume Saponine, die traditionell zur Hustenbehandlung verwendet werden.

Saponinhältige Pflanzen sind auch Bohnen, Malaberspinat, Erbse, Fenchel, Knoblauch, Tomaten, Paprika, Veilchen, Nachtschatten, Efeu und Primel, die alle in der Heilerde von unserem Kompost im Heilgarten wachsen.

Alpenpflanzen und ihre Bedeutung für den Menschen

Alpenpflanzen sind nicht nur faszinierende Naturerscheinungen, sondern auch Teil von Tradition, Volksmedizin und kultureller Geschichte.
Sie verbinden den Menschen mit den besonderen Kräften und Rhythmen der Bergwelt.

Das Petergstamm gehört zu den klassischen Alpenpflanzen und steht in enger Verbindung mit Pflanzen wie Alpen – Kreuzblume, Arnika, Enzian, Edelweiß oder Alpenrose, die für ihre Anpassung an extreme Standorte bekannt sind.

Das Petergstamm zeigt uns als seltene und geschützte Alpenpflanze, wie eng Schönheit, Anpassung und Verletzlichkeit in der Natur miteinander verbunden sind und warum ihr Schutz von besonderer Bedeutung ist.

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