Hirtentäschl

Hirtentäschl ist eine Frauenheilpflanze
Capsella, Familie, Kreuzblütler (Brassicaceae)

Hirtentäschl – altes heilendes Wildkraut (Capsella bursa-pastoris)

Hirtentäschl (Capsella bursa-pastoris) ist ein altes heilendes „Unkraut“. Du erkennst es leicht an seinen dreieckigen, verkehrt herzförmigen Schötchen.

Das Hirtentäschl ist auch als Capsella, Bauernsenf, Täschelkraut oder Shepherd’s Purse bekannt. Es gehört zu den Schwefelpflanzen (Kreuzblütengewächsen). Außerdem wächst es in unseren Breiten nahezu überall. Von März bis zum Eintritt des Frostes steht es in Blüte. Gleichzeitig enthält die Pflanze viele wertvolle Inhaltsstoffe.

Hirtentäschl ist eine Wildpflanze
Hirtentäschl blüht neben Wegwarte
Hirtentäschl Standort, Wiesenboden und ökologische Bedeutung

Hirtentäschl wächst auf Wiesenböden – ähnlich wie Klee und Gänseblümchen. Besonders wohl fühlt es sich auf gesundem, lebendigem Boden

Hirtentäschl auf gesundem Wiesenboden

Wiesenpflanzen gedeihen auf nährstoffreichem Wiesenboden. Im Heilgarten von
„Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst das Hirtentäschl vor allem an trockenen Stellen. Dort zeigt sich seine Widerstandskraft besonders deutlich.

Capsella als Bienenfutterpflanze und insektenfreundliches Wildkraut

Capsella ist eine wertvolle Bienenfutterpflanze und ist insektenfreundlich.

Schauen wir jedoch über den Gartenzaun hinaus, sehen wir vielerorts vergiftete Felder der industriellen Landwirtschaft. Dieser Gegensatz macht den Wert natürlicher Wiesenpflanzen umso sichtbarer.
Regina Hruska sagt dazu:
„Alle Seminare, Termine und schamanische Beratung sind von der Haltung geprägt:
Der Weg, der nach Innen führt, ist auch der Weg, der nach Außen, zur Mitwelt führt.“

Hirtentäschl spirituelle Bedeutung und ganzheitliche Pflanzenkraft

Hirtentäschl hat auch eine spirituelle Bedeutung. Als widerstandsfähige Wildpflanze steht es symbolisch für Schutz, Erdung und innere Sammlung.

Begleitpflanzen vom Hirtentäschl ist Löwenzahn
Hirtentäschl neben Schafgarbe
Hirtentäschl in der Frauenheilkunde – traditionelle Anwendung wie Frauenmantel

Das Hirtenkraut wird in der Frauenheilkunde wie Frauenmantel verwendet und gilt als hormonell normalisierendes Mittel im weiblichen Sexualsystem.

Hirtentäschl Inhaltsstoffe und Heilwirkung

Gesammelt werden die oberirdischen Teile.
Die Inhaltsstoffe sind Tyramin, Cholin, Acetylcholin, Gerbstoff, ätherisches Öl, Harz, Saponine, Flavonoide, Diosmin, Kalium.

Hirtentäschl Heilpflanze – traditionelle Einsatzgebiete

Du kannst es einsetzen, wenn ein leicht harntreibendes Mittel benötigt wird.
Die Heilpflanze gehört zu den Adstringentia und wird traditionell – wie die Rinde der Eiche, Immergrün, Wurzel von Eibisch und Beinwell, Odermennig und Yamswurzel – neben angemessener Diät bei Dickdarmentzündungen (Kolitis) empfohlen.

Adstringierende Wirkung

Als adstringierendes Mittel gelten traditionell Frauenmantel, Immergrün, Storchenschnabel und Lilien

Unterstützung des weiblichen Systems

Als hormonell regulierendes Mittel findet es Anwendung im weiblichen Bereich.

Harntreibende Eigenschaften

Es wird eingesetzt, wenn eine milde harntreibende Wirkung gewünscht ist.

Zubereitung als Tee

Klassische Teezubereitung

1 bis 2 Teelöffel des getrockneten Krautes mit einer Tasse kochendem Wasser übergießen.
10 Minuten stehen lassen, abseihen. Eventuell mit Honig süßen.

Teemischung bei besonderen Beschwerden

Bei Magengeschwüren:
Je 1 Esslöffel vom Heilkraut, Kamille, Wermut, Zinnkraut mit 1 Liter heißem Wasser übergießen.
2 Mal täglich trinken.
Es diente auch bei Knochenbrüchen vergangener Zeiten.

Herstellung einer traditionellen Tinktur

Ansatz mit Kräutern und Alkohol

Das Kraut wurde in Schnaps, der mit Kamille, Kümmel, Heidelbeere (Schwarzbeeren), Eibisch und den Beeren vom Wacholder angesetzt wurde, eingelegt.
Die verletzte Stelle wurde abwechselnd mit einer Salbe aus den Blüten der Ringelblume eingerieben.

Äußerliche Anwendung und Einreibungen

Die Tinktur wurde bei Muskelschwund getrunken.
Bei Krämpfen wurde das Kraut in ein Sackerl gefüllt, auf die verkrampfte Stelle gelegt und als Tee, der mit Honig gesüßt wurde, getrunken.

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