Ginster

GENISTA PILOSA

Ginster benötigt durchlässige Böden
Familie Hülsenfrüchtler, Fabaceae

Ginster – Pflanze des Lichts, der Mythologie und der Überlieferung

Der Ginster – seit keltischer Zeit bekannt

Der Ginster begleitet den Menschen bereits seit keltischer Zeit, denn er passt sich besonders gut an karge Landschaften an. Dabei wächst er bevorzugt auf kieselhaltigen, trockenen und sandigen Böden, während er zugleich Wärme liebt und dennoch ausreichend Feuchtigkeit benötigt. Gerade diese Verbindung von Trockenheit und Wasser macht ihn zu einer widerstandsfähigen, lichtliebenden Pflanze.

Ginster im Alten Testament

Auch die Heilige Schrift erwähnt den Ginsterstrauch mehrere Male, weshalb davon auszugehen ist, dass er auch in Palästina gewachsen ist. Dort, in den biblischen Erzählungen, erscheint er als Pflanze der Einsamkeit und des Rückzugs, jedoch zugleich als Ort der inneren Sammlung, an dem neue Kraft entstehen kann.

Ginster Standort – natürliche Lebensräume

Ginster wächst häufig auf Böschungen, an Waldrändern oder auf Lichtungen, wo meist die Fichte und
die Kiefer den Raum verdunkeln. Gerade dort, wo das Licht knapp erscheint, leuchtet seine gelbe Blütenpracht schon von weitem und setzt bewusste Lichtakzente in der Landschaft.
Deshalb bevorzugt er wie Hagebutte und Königskerze sonnige, offene Plätze mit durchlässigem Boden.

Ginster bienenfreundlich

Zudem erweist sich der Ginster als ausgesprochen bienenfreundlich, denn seine Blüten bieten reichlich Nahrung. So ziehen sie Bienen und Insekten an, wodurch er aktiv zur Artenvielfalt beiträgt.

Ginster im Garten

Im Heilgarten von Licht aus der Jurte – Shamanic Centre Vienna wuchs der Ginster zunächst im Topf, wobei eine Mischung aus Sand und Heilerde aus dem eigenen Kompost ideale Bedingungen schuf. Nachdem er ausreichend Kraft gesammelt hatte, pflanzten wir ihn aus. Heute wächst er dort neben Lupinien, Klee und Goldregen und fügt sich harmonisch in das Gesamtbild des Gartens ein.

Ginster in der keltischen Mythologie

In der keltischen Mythologie weihten die Menschen den Ginster dem Sonnengott Benelos, dessen Fest am 1. Mai gefeiert wurde. Zu dieser Zeit entzündeten sie die Druidenfeuer neu, denn Licht galt als Ursprung des Lebens. Dabei trieben sie Tiere durch die reinigenden Flammen, während sie gleichzeitig Feste feierten und Erneuerung suchten.

Ginster – spirituelle Bedeutung

Zum Unterschied von heute stand hinter diesen Festen das Ewige, denn sie dienten der Reinigung und der Vertreibung dunkler Kräfte. So sollte das Licht des Benelos geistige Trübheit auflösen und die menschliche Sehnsucht nach dem Ursprung mit dem Göttlichen verbinden.

Im Christentum erhielt der Ginster hingegen eine andere Bedeutung, da er als Symbol für Entbehrung und ein hartes Leben galt.
Zudem erzählen Überlieferungen, dass Hexen Ginsterzweige in ihre Besen banden.

Ginster – spirituelle Wirkung

In schamanischen Traditionen gilt der Besenginster als Opfergabe für Elementarwesen und Naturgeister, weil er Licht, Klarheit und Ausrichtung verkörpert. Auf diese Weise begleitet er Menschen in Ritualen auf ihrem Weg zurück zu sich selbst und unterstützt die Verbindung zur Seele und zum inneren Ursprung.

Besenginster – traditionelle Verwendung

Vom Frühling bis in den Herbst sammelten die Menschen die bitter schmeckenden Blüten des Besenginsters, da sie deren besondere Inhaltsstoffe schätzten. Dazu zählen Alkaloide, Gerbstoffe, Bitterstoffe sowie ätherische Öle.

Besenginsterkraut – überlieferte Wirkung

Stechginster gilt in der Volkskunde als Herzpflanze, denn man schrieb ihm eine herzstärkende, harntreibende und zusammenziehende Wirkung zu. Insbesondere die Blüten unterstützten Menschen bei niedrigem Blutdruck oder Herzschwäche.
Dabei kombinierten Kräuterkundige den Frühlinsstrauch häufig mit Weißdorn, Baldrian, Zitronenmelisse oder Löwenzahn. Frühere Mischungen mit Maiglöckchen sind heute nicht mehr gebräuchlich, weil diese Pflanze stark giftig ist.

Ginsterblüten Tee

In den Bergregionen Österreichs bereiteten die Menschen aus Ginsterblüten einen Tee zu, den sie bei Gries- und Steinleiden, Verstopfung sowie Darmverschleimung einsetzten. Um den bitteren Geschmack auszugleichen, süßten sie den Tee meist mit Honig.

Ginster Samen

Auch die Samen fanden Verwendung, denn man kochte sie aus, seihten den Sud ab und süßte ihn ebenfalls mit Honig. Nach Überlieferung diente diese Zubereitung der Ausleitung von Giften.

Ginster Tinktur

Schließlich setzten die Menschen Schoten, Blätter und Blüten in Wein an, wobei sie die Mischung mit Honig verfeinerten. Anschließend nahmen sie die Tinktur nach eigenem Ermessen mehrmals täglich in kleinen Mengen ein.

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