Kardamom

Kardamom wächst in Indien in feuchten Laubwäldern
Elettaria cardamomum, Familie Ingwergewächse, Zinieraceae

Kardamom — Geschenk der Natur mit alter
spiritueller Tradition

Kardamom kommt ursprünglich aus Indien und Sri Lanka, wo die Pflanze in den feuchten Bergwäldern ihren Wurzelstock bis zu 3 Meter in die Erde schickt.
Die schilfartige Staude wird bis zu 3 Meter hoch, hat 70 cm lange lanzettenartige Blätter,
an der Spitze richten sich die Blütenstände hoch.
P
rachtvoll sind vor allem die 8 bis 10 weißen Blüten, aus denen 3fächrige Samenkapseln entstehen.
Zumeist 3 bis 8 Samen pro Fach.

Kardamom war in antiken Kulturen ein Exportgut
Kardamomblätter — lange, lanzettartige Blätter der tropischen Gewürzpflanze

Die Kardamom Pflanze in ihrer
natürlichen Umgebung

Bei den Griechen als „Kardamomom“ bekannt und auch bei den Römern ein teures Exportgut.
In beiden Kulturen wurde Kardamom zu einer duftenden Essenz verarbeitet, die als Parfum genutzt wurde.

Seine Geschichte lässt sich 5000 Jahre zurückverfolgen.
In China wird die Pflanze 720 nach Christus erstmals als Heilpflanze erwähnt.
Nach Europa kamen die Schoten erst im späten Mittelalter.

Spirituelle Bedeutung des Kardamon

Sollten Sie eine etymologische Reise machen wollen, so werden Sie diese Pflanze vielleicht im Neuen Testament unter dem Namen „amomon“ finden. Oder war vielleicht Ingwer (Ingwergras) gemeint?

Kardamom Samen

Die Samen sind reich an ätherischen Ölen. Sie verlieren rasch ihr Aroma, deshalb ist es sinnvoll, sie in den Samenkapseln aufzubewahren. Der Geschmack ist aromatisch, süß.

Cardamom im Kaffee und in der Küche

In den arabischen Ländern wird das Gewürz dem Kaffee beigegeben und ist im gesamten Orient und in vielen buddhistischen Ländern eine beliebte Würze für Fleischgerichte und Reis.

Kardamomsamen sind ein Gewürz
Getrocknete Kardamomsamen — reich an ätherischen Ölen

Tempelgewürz – Verwendung im
schamanischen Umfeld

Jedes Jahr kommen neben Schamanin und  Schamanen auch buddhistische Mönche und Würdenträger zu Besuch ins Schamanenzentrum Wien.
Regina Hruska: „Sie schätzen Speisen, gewürzt mit den Samen der Pflanze.“
Teilnehmer der Seminare und Menschen, die Termine und schamanische Behandlung in Anspruch nehmen bevorzugen unterschiedliche Gewürze.

Die Bedeutung des Würzens

Nur der Mensch würzt die Nahrung. Tiere weisen gewürzte Speisen zurück.
Jedes Volk, jedes Lebensalter, jeder Mensch bevorzugt andere Gewürze. Durch das Würzen macht sich der Mensch die Speisen bewusster und die „Wärmenatur“ der Würzpflanzen ist ein guter Helfer.

Kardamom als Heilkraut

Er stärkt das Allgemeinwohl und harmonisiert den Hormonhaushalt.
Ein ist ein wichtiger Grundstoff von Heilmitteln in der Ayurvedischen Medizin.

Gesundheitliche Wirkung von Kardamom

Er wirkt appetitanregend, verdauungsfördernd, harntreibend, stärkend.
Bei Blähungen werden gerne alkoholische Auszüge verwendet.
Er wirkt krampflösend wie Fenchel, Engelwurz, Koriander, Kümmel, Paprika, Minzen und Thymian.
Blähungstreibende Mittel sind neben dem Gewürz Kamille und Hopfen.
Appetitanregend wirken neben dem Heilkraut auch die Wurzel von Enzian (Gentiana lutea) und Ingwer.

Kardamom Tee Wirkung

1 Teelöffel frisch zerdrückter Samen mit einer Tasse kochendem Wasser aufgießen, 10 – 15 Minuten ziehen lassen. 3 Mal täglich bei Blähungen und Appetitmangel trinken.

Kardamom Milch

Auf 1 Glas warme Milch zerstoßene Kardamonkapseln streuen, mit Honig süßen.

Kardamom und Selbstversorgung

Kardamom ist eine wertvolle Gewürz- und Heilpflanze, aber für Selbstversorgung in Mitteleuropa nur bedingt geeignet, da er tropisches Klima braucht. Als Zimmer- oder Gewächshauspflanze kann er jedoch aromatische Blätter und begrenzt Samen liefern.
Besser geeignte Pflanzen sind:
Ingwer · Knoblauch · Thymian · Salbei · Pfefferminze · Fenchel · Kümmel · Koriander

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