Feigenbaum

Am Feigenbaum wachsen süße Früchte
Ficus Carica, Familie Maulbeergewächse

Feigenbaum – Bedeutung, Mythologie und Heilwirkung

Der Feigenbaum zählt zu den ältesten Kulturpflanzen der Menschheit. Mit bis zu 800 Arten umfasst er Bäume, Kletterpflanzen und Sträucher des tropischen und subtropischen Raumes. Seit Jahrtausenden begleitet er den Menschen als Nahrungsquelle, Heilpflanze und spirituelles Symbol.

Der Feigenbaum als Lebensbaum und spirituielles Symbol

Im Heilgarten von Licht aus der Jurte – Shamanic Centre Vienna wächst ein kleiner Feigenbaum in der Heilerde vom eigenen Kompost. Er steht sinnbildlich für eine Haltung, die Pflanzen nicht als bloße Rohstofflieferanten betrachtet, sondern als lebendige Wesen mit Würde und spiritueller Kraft.

Feige Symbol für Fruchtbarkeit, Lorbeer Symbol für Geisterkenntnis
Ursprung und Wesen des Feigenbaumes

Die Feige gilt seit jeher als Symbol für Fruchtbarkeit, Leben, Übergang und Ganzheit. In vielen Kulturen wurde der Feigenbaum als Lebensbaum verehrt – ähnlich dem Weihrauchbaum. Seine Früchte sind voller Samen und verkörpern Überfluss, Erneuerung und Verbundenheit
mit der Erde.

Mensch Natur und Verlust der Heiligkeit

Der kommerzielle Feigenanbau ist heute Teil der Agroindustrie. Pflanzen sind zunehmend nur noch als Verwertungs- und Rohstofflieferanten.
Regina Hruska bringt diese Entwicklung auf den Punkt:

„Feigen werden – wie viele Früchte von Bäumen – von der Agroindustrie nur mehr als Verwertungs- und Rohstofflieferanten gesehen.
Die Erde verliert zunehmend an Würde und Heiligkeit.“

Das Sterben der Wälder, die Verschmutzung der Gewässer und der Luft, die Verseuchung der Böden und die Vernichtung ganzer Ökosysteme werfen eine zentrale Frage auf: Ist all das verhandelbar?

Ein Bewusstseinssprung ist notwendig – denn von selbst wird sich wenig ändern. Die Seminare, Termine und schamanischen Behandlung im Shamanic Centre Vienna zielen darauf ab, dass Menschen sich wieder als Teil des Ganzen erleben: in Verbindung mit Himmel und Erde.

Feigen sind gesund
Feigenbaum Lebensbaum wie Olivenbaum
Echte Feige – Ficus carica

Die Echte Feige (Ficus carica) wird bis zu neun Meter hoch. Ihre Früchte enthalten eine Vielzahl an Samen. In mediterranen Gärten wächst sie oft in Gemeinschaft mit Lavendel, Rosmarin, Salbei, Oregano, Basilikum, Aloe Vera

Heilwirkung und Pflanzenwissen der Feige

Feigen sind reich an Kalzium, Kalium, Phosphor und Eisen.
In der Pflanzenheilkunde gilt die Baumessenz als Seelennahrung. Sie stärkt die Leistungsfähigkeit und unterstützt den Körper beim Ausleiten von Giftstoffen.

Feigenblätter werden traditionell als Tee verwendet und finden Anwendung bei Diabetes.
Feigensirup wirkt verdauungsfördernd und hilft bei Verstopfung.

Der Feigenbaum in Religion und Mythologie

Die Feige ist eine der ersten Pflanzen, die im Alten Testament erwähnt werden, und kommt dort
37 Mal vor. Der biblische Text spricht lediglich von einer „Frucht“ – nicht explizit von einem Apfel.
Da der Apfelbaum im damaligen Palästina nicht verbreitet waren, gilt es als wahrscheinlich, dass es sich um eine Feige handelte.

Die Feige in antiken Kulturen
Feigenbaum in der griechischen Mythologie

In der Antike war die Feige eng mit Fruchtbarkeit verbunden. Dionysos, auch Philosykos – der Freund der Feige – genannt, war ihr geweiht. Bildnisse des Gottes wurden aus Feigenholz gefertigt.

Die Feige trug auch den Namen Hegetria, „die Führerin“. Sie symbolisierte den Übergang von der Jäger- und Sammlergesellschaft zur Sesshaftigkeit.
Auch Demeter, die Korngöttin, besaß einen Feigenhain nahe Eleusis.

Die Feige in der römischen Antike

Am Westhang des Palatins in Rom stand der Ficus ruminalis. Dort sollen Romulus und Remus von der Wölfin gesäugt worden sein – ein weiteres starkes Bild für Schutz, Ursprung und Leben.

Feigenbaum im alten Ägypten
Ficus carica und Zitronenbaum
Feigenbaum im alten Ägypten

Im alten Ägypten galt die Maulbeerfeige (Sykomore) als heiliger Baum. Die Region um Memphis wurde als Land der Maulbeerfeige bezeichnet. Hathor, die Himmelskönigin, war ihre Herrin.

Heilige Bäume wurden mit Opfergaben geehrt. Wasserkrüge neben den Bäumen dienten dazu, die Wurzeln zu benetzen – eine symbolische Handlung der Pflege und Verehrung.

Im ägyptischen Totenkult galt es als Gnade, wenn Seelen vor ihrem Gang durch die Unterwelt von der Göttin des Feigenbaumes Früchte und das Wasser des Lebens erhielten. Diese Begegnung schenkte ewiges Leben.

Vom heiligen Baum zur Nutzpflanze

Heute dient die Maulbeerfeige meist nur noch der Obstproduktion – ihre einst hohe spirituelle Stellung ist weitgehend verloren gegangen.

Schamanische Ausbildung Wien:    Kontakt   

Newsletter