Pestwurz

PETASITES HYBRIDUS

Familie Korbblütler, Asteraceae

Die in den nördlichen Regionen weit verbreitete Giftpflanze, genannt von Petasos = Sonnenhut, Mercurs Flügelhut, hat einen starken Bezug zum Wasser. Diese Heilpflanze führt noch zahlreiche Benennungen wie: großer Huflattich Wasserklette, Straußlattich, Neunkraft… Er findet sich auf feuchten Wiesen, an Quellen, Bächen, Flüssen und Weihern, auf feuchten Äckern und Gräben. Er erleidet wie andere Wildpflanzen durch Versiegelung, Verbauung, Herbizide und Klimawandel einen langsamen Tod. Noch vor einigen Jahrzehnten wuchs er wie das Wiesenschaumkraut, Scharbockskraut Aronstab Buschwindröschen Christrose Schachtelhalm und zahlreiche andere Frühblüher an vielen Orten nahe menschlicher Siedlungen. Das ist leider nicht mehr der Fall, obwohl sich zahlreiche Initiativen bemühen, Wildpflanzen wieder Lebensraum zu geben. Diese früh blühenden Wildpflanzen sind erste Nahrungsquellen für Bienen und andere Insekten.

Die großen Blätter vom Pestwurz erinnern an den Rhabarber Seine Blätter sind herzförmig, an der Unterseite grau – flaumig. Die Blüten erscheinen schon im März vor den Blättern und ist die Pflanze erwacht, bildet sie einen dicht gedrängten, eiförmigen langen Blütenstrauß. Die Wurzel kann armdick werden. Schamaninnen und Schamanen der schamanischen Zentren „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und der „Shamanic Clinic Europe“ haben eine dieser fest im Erdreich verankerten Wurzel für rituelle Zwecke mit Krampen und Schaufeln ausgegraben. Ist die Wurzel getrocknet, erscheint sie außen grau und runzlig, bleibt innen aber weiß, markig und brüchig. Sie hat einen gewürzhaften, bitterlichen Geschmack. Auch wenn sie für rituelle Reinigung geräuchert wird, bleibt der herbe Geruch.

Regina Hruska „Unsere Ahnen verwendeten die abgekochte Wurzel gegen die Pest und zerquetschte frische Blätter wegen ihrer erweichenden Eigenschaften gegen Pestbeulen und andere bösartige Geschwüre. Daher der Name Pestwurz. Die Wurzel wurde auch pulverisiert und diente zum Aufstreuen auf eiternde Wunden und fressende Geschwüre. Das aus der Wurzel gepresste Öl nahmen unsere schamanischen Ahnen für Einreibungen bei Nervenkrankheiten. Die Pflanze diente als Futter für Tiere und mit dem Saft aus der Wurzel wurden Einreibungen für Schafe die unter Räude litten gegeben. Die Kraft der Ahnen ihr Wissen um Heil- und Giftpflanzen wurde seit der Frühzeit angewendet. Heute beginnen in der Tiermedizin wieder Versuche, Heilmittel für Tiere aus dem Pestwurz zu finden.“
In den Bergen Österreichs setzten schamanische Heilkundige die Wurzel des gemeinen Pestwurz in hochprozentigen Alkohol an und verwendeten es als krampflösendes Heilmittel bei Migräne und starken Krämpfen. Die frischen Blätter dienten als Wundverband.
Die Pflanze enthält in allen Teilen große Mengen an toxischen Giften, mit besonderer Wirkung von hepatoxischer Wirkung. Die stärksten Giftansammlungen finden sich in der Wurzel. Keine Selbstmedikation! Fragen sie ihren Arzt!
Heilwirkung heute: In der Homöopathie wird sie als krampflösendes, schmerzlinderndes, ausgleichen und beruhigendes Heilmittel gegeben. Zum Beispiel bei krampfartigen Husten, Migräne, Funktionsstörungen des Magen- Darmtraktes, Harn- und Gallenbeschwerden, starken, krampfartigen Regelbeschwerden.
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