
Dattelpalme – heiliger Wüstenbaum zwischen
Mythologie, Heiltradition und alter Hochkultur
Die Dattelpalme wächst im tropischen und subtropischen Raum und verträgt Temperaturen bis zu 50 Grad. Die Dattelpalme galt in den Wüstengebieten als Baum des Lebens und schenkte Schatten, Nahrung und Wasserstellen Schutz.
In vielen Kulturen galt die Dattelpalme als Symbol für Fruchtbarkeit, Lebenskraft und Wohlstand.
Ihr schlanker Stamm kann bis zu 30 Meter hoch werden. Der Stamm der Palme ist innen weich, seine Rinde hart und widerstandsfähig.
Ihre steifen Blätter sind mit einer weißlichen Schicht überzogen und bis zu 45 cm lang.
Kultivierung der Dattelpalme
Hat sie ausreichend Wasser, dann kann sie bis zu 50 kg Datteln tragen.
Ein männlicher Dattelbaum produziert Pollen für etwa 30 weibliche Dattelpalmen.
Bereits sehr früh haben züchtende Völker bei der Bestäubung nachgeholfen. In Mesopotamien zum Beispiel, wurden weibliche Bäume mit männlichen Blütenbündeln gebürstet. Dadurch wurde eine reiche Bestäubung möglich.
Die Ernte der süßen Früchte erfolgte traditionell in aufwendiger Handarbeit.

Dattelpalme als Kulturbaum alter Hochkulturen
Die Palme ist wahrscheinlich der älteste Kulturbaum auf dieser Erde, sie wuchs bereits vor 6000 Jahren.
Die Dattelpalme wurde bereits in Babylonien kultiviert und war neben der Tamariske ein prägender Baum, wie Keilschrifttafeln berichten.
Die Süße ihrer Früchte wurden gepriesen und sie galt als Grundnahrungsmittel für Könige, Priesterschaft und Bevölkerung.
Alle Teile der Dattelpalme wurden verwendet.
Aus ihren Blättern wurde Matten geflochten, die zur rituellen Reinigung vor die Tempeleingänge ausgebreitet wurden. Das „Böse“ sollte auf ihnen abgestreift werden. Aus ihren Rispen wurde Besen für Reinigungsrituale hergestellt. Die feinen Fasern der Blätter bildeten die Grundlage für Stricke und Seile.

Heilwirkung der Dattelpalme in Mesopotamien und Ägypten
In der mesopotamischen wie in der späteren arabischen Medizin wurden aus ihr Heilmittel hergestellt.
Auf den zahlreichen Keilschrifttafeln finden sich Rezepturen, beginnend mit Dattelsaft, Dattelschalen und Dattelschrot.
Um nur ein Beispiel zu nennen. Dattelschalen wirken wie Wacholder antiseptisch.
Aus ihnen wurde Verbandsmaterial hergestellt. Gemeinsam mit Zeder, Holunder, Thymian und Myrte wurden daraus Klistiere, Salben und Zäpfchen hergestellt.
Darüber erzählen Regina Hruska und Stephanie König gerne im Rahmen der Ausbildung
„Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“.

Die Palme der Göttin Nephtys
In dieser Zeit war die Dattelpalme der Baum der Göttin Nephtys.
Sie reichte den Verstorbenen das Wasser des Lebens und
ein Körbchen Datteln.
Dattelpalme und die Inspiration
ägyptischer Säulen
Das Gefühl, wenn man durch die Tempel von Oberägypten geht, ist Bewunderung für die architektonische Meisterleistung vor 2000 Jahren vor unserer Zeitrechnung. Sie erfanden die Säule, zu welcher der Palmenbaum das ursprüngliche Motiv lieferte.
Sie fließt ein entweder in die Symbolik der Lotusblume, als Sinnbild der Seele, die Blume der Isis. Oder in ihrer reichen Ornamentik zeigt sie auch den Papyrus an Säulen und im Sockelbereich der Wände. Gelegentlich sind beide Symbole vereint.
Dattelpalme Mythologie und der Vogel Phönix
Der lateinische Name der Dattelpalme nimmt Bezug auf diesen mythischen Vogel. Er errichtet sein Nest aber auch seine Feuerstelle aus Myrrhe und Weihrauch. Nach seinem Feuertod steigt er für 1461 aus der Asche. Sein Weg führt zum Stern Sirius, der der Göttin Isis geweiht war.
In den Wüstengebieten wird Dattelkaffee zubereitet. Die Milch in diesem Getränk gleicht den rasch ansteigenden Blutzuckerspiegel langsam ab. Denn das Fruchtfleisch der Datteln hebt den Blutzuckerspiegel und den Insulinspiegel rasch an. Die Milch im Dattelkaffee verhindert das.

Dattelpalme und antikes Griechenland
Die heilige Dattelpalme auf Delos war Geburtsstätte der Mondgöttin Artemis und des Sonnengottes Apollon.
Dattelpalme in jüdischer Geschichte und
arabischen Legenden
Der hebräische Name „Tamar“, die Palme war ein beliebter Frauenname. Daraus entstand auch die Deborah-Palme, Sitz der weisen Prophetin Deborah. Regina Hruska erzählt gerne darüber in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“.
Arabische Legenden und heilige Palmen
Arabische Legenden berichten, dass Allah die Dattelpalme aus Lehm formte, die bei der Erschaffung des Menschen übriggeblieben war.
Bis heute gilt die Dattelpalme neben dem Kamel als die wertvollste Gabe des Gottes. Die Stämme der Palme dienten als Säulen für die erste Moschee in Medina. Heilige Palmen gab es in allen arabischen Ländern, wobei die Dattelpalme in Nejran, in Jemen eine Orakelstätte war.
Dattelpalme im Christentum
Auch im Christentum wurde die Palme zum Sinnbild des ewigen Lebens und des Friedens.

Heilkräfte der Dattelpalme und ihre Wirkung
Datteln wirken hilfreich bei Verdauungsproblemen und bei Verstopfung. Sie wirken heilsam bei Herzschwäche, Nervosität und Stress.
Die Inhaltsstoffe der Dattel sind sehr zahlreich, erwähnt seien hier: Kalium, Kalzium, Eisen, Antioxidantien und
B-Vitamine. Als Energielieferanten, mit einem sehr hohen Zuckergehalt sind sie kaum zu überbieten.
Nach der traditionellen Chinesischen Medizin unterstützen sie Die Meridiane von Leber, Lunge und Milz. Sie wirken gegen Nervosität und Herzklopfen.
Dattelpalme und Nachhaltigkeit alter Kulturen
Bäume hatten in alten Religionen einen sakralen Status. Archäologische Erkenntnisse zeigen, dass die alten Völker bis in die Antike mit den kostbaren Rohstoffen sorgsam umgehen konnten. Ein Beispiel dafür sind die Zypressen der minoischen Kultur. Diese wurden bis nach Ägypten exportiert, aber der Zypressenbestand auf Kreta blieb erhalten.
Der Pharao Thutmosis III, benötigte Zedernholz aus dem Libanon. Er brachte zahllose Opfer, bis ihm erlaubt wurde, bestimmte Bäume zu fällen.
Heute fehlt, wie wit wissen, jeder Respekt vor den Bäumen. Traurigerweise hat die Habgier gesiegt.
Die Dattelpalme überlebt bis heute vor allem deshalb, weil sie Nahrung und wertvolle Rohstoffe liefert.
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte“, wachsen zahlreiche Bäume und Pflanzen, die als
kostbares Gut den Kraftort und all jene Menschen stärken, behüten und ein Wissen vermitteln, dass
nur im Herzen zu spüren ist.
Wüstenpflanzen und Überlebenskraft
Wüstenpflanzen wie die Dattelpalme, Tamariske, Akazie, Feigenbaum, Granatapfelbaum, Weihrauchbaum, Olivenbaum, Zitronenbaum, Kakteen oder Myrte gehören zu den widerstandsfähigsten Pflanzen der Erde. Sie speichern Wasser, trotzen Hitze und sichern seit Jahrtausenden das Überleben von Menschen in trockenen Regionen.
Selbstversorgung und Nahrung in schwierigen Zeiten
Die robuste Dattelpalme zählt zu den widerstandsfähigsten Nutzpflanzen trockener Klimazonen.
Datteln liefern schnell verfügbare Energie, wichtige Mineralstoffe und lange haltbare Nahrung. Wie viele traditionelle Kulturpflanzen erinnert auch die Dattelpalme daran, wie wertvoll robuste Nahrungspflanzen und altes Wissen für Selbstversorgung und Krisenzeiten sein können.
Die Dattelpalme verbindet alte Hochkulturen, spirituelle Mythologie und die lebensspendende Kraft widerstandsfähiger Nahrungspflanzen mit uraltem Wissen der Menschheit.
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