
Breitwegerich – Heilpflanze und Geschichte
Breitwegerich ist beinahe überall zu finden, das „Arztgras“ ist seit dem Neolithikum bekannt. Er wird vom Wind bestäubt und ist weltweit verbreitet. Als robuste Ackerpflanze wächst Breitwegerich selbst unter schwierigen Bedingungen an Wegen, auf Wiesen und verdichteten Böden.
Besonderheiten und Standort
Breitwegerich begleitet den Menschen seit Jahrtausenden und gilt als typischer Kulturfolger.
Er wächst bevorzugt auf nährstoffreichen, oft betretenen Flächen.
Auch heute wird er von naturheilkundlich Interessierten geschätzt, etwa von Menschen, die
Seminare oder Termine in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ oder
der „Shamanic Clinic Europe“ besuchen.
Spirituelle Bedeutung
In der Pflanzenkunde gilt das Wildkraut als Merkurpflanze und Symbolpflanze.
Künstler stellten ihn als Ausdruck göttlicher Schöpfung dar. Matthias Grünewald malte ihn neben Pfingstrose, Mohn und Nachtschatten auf dem Isenheimer Altar.

Wegerich in nordischer und keltischer Mythologie
Viele Wegericharten sind heute in Vergessenheit geraten. In der keltischen und germanischen Mythologie wurden die Blätter als natürliches Pflaster auf Wunden gelegt. Der Hirschhornwegerich galt im archaischen Denken als „Hirsch in Pflanzengestalt“. Bei Indianervölkern Nordamerikas wurde das Arztgras „Fußstapfen der Weißen“ genannt, weil er sich entlang ihrer Wege ausbreitete.
Symbolik, Bedeutung und Volksmagie
In schamanischer Praxis wurde das Kraut als schutzmagisches Mittel verwendet, etwa bei Besessenheit. Auch in der Volksmedizin spielte es eine Rolle, beispielsweise bei der Maul- und Klauenseuche. Im Juragebirge existierte ein Ritus, bei dem ein Tier auf einen Wegerich treten musste; anschließend wurde die Pflanze samt Wurzel ausgegraben, getrocknet und dem Tier als Heilkraut verabreicht.
Breitwegerich Heilwirkung
Gemeiner Wegerich gilt als blutstillend und entzündungshemmend. Er wird traditionell eingesetzt bei Magenverstimmung, Migräne, Mund- und Zahnproblemen sowie Geschwüren.
Zudem unterstützt er die Nierentätigkeit.
Frische Blätter können als natürlicher Wundverband dienen. Wanderer legen sie gelegentlich in die Schuhe, um müde Füße zu kühlen und zu erfrischen.
Breitwegerich Tee Rezept
Für einen Kräutertee werden: 20 g Augentrost, 50 g Breitwegerich, 20 g Ehrenpreis, 20 g Käsepappel,
20 g Ringelblume, 20 g Sanikel und 20 g Schafgarbe gemischt.
Zwei Teelöffel der Mischung mit 1/4 Liter heißem Wasser überbrühen und etwa 15 Minuten ziehen lassen. Der Tee kann über 6 bis 8 Wochen hinweg getrunken werden, täglich bis zu drei Tassen, nach Belieben mit Honig gesüßt.
Breitwegerich ist damit ein unscheinbares, aber äußerst widerstandsfähiges und heilkräftiges Wildkraut, das den Menschen seit der Urgeschichte begleitet.
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