
Zwiebel: Herkunft und Geschichte einer der ältesten Kulturpflanzen
Die Zwiebel zählt zu unseren ältesten Kulturpflanzen. Sie wird seit Jahrtausenden als Nahrungs-
und Heilmittel gebraucht.

Ursprung und früher Anbau in China
und Babylonien
Nachgewiesen ist ihr Anbau vor 5000 Jahren in China und vor 4000 Jahren im Babylonischen Reich (heutiger Irak).
In Babylonien soll sie in den hängenden Gärten
gewachsen sein.
Zwiebeln im alten Ägypten: Bedeutung,
Ritual und Symbolik
Die Große Bedeutung erhielt die Knolle neben der Meerzwiebel in der Pharaonenzeit. Die Zwiebel diente zur Zeit des Pyramindenbaues den Arbeitern neben Fleisch, Gemüse, Hülsenfrüchten und Knoblauch als Medizin und als Nahrungsmittel.
Zwiebeln waren im alten Ägypten, neben Lotus, Kornblume und Mohn eine Opfergabe bei osirianischen Totenritualen. Zwiebeln als Grabbeigabe und als ein Element in den Mumifizierungsriten, fanden Archäologen in vielen Gräbern. Unter anderem im Grab von Ramses IV, dem Nachfolger von Ramses dem III. Und im Grab von Tut-ench-Amun in Theben. Über die Zwiebel als Heilfrucht kann auch im Papyrus Ebers nachgelesen werden.

Dem Gemüse wurde aphrodisierende Wirkung nachgesagt. Priesterinnen und Priester der Göttin Isis, durften keine Zwiebelknollen zu sich nehmen. Zwiebeln waren Ritualfrucht, aber auch Zahlungsmittel.
Regina Hruska: „Die vielschichtige Zwiebel wurde als ein Symbol für die unterschiedlichen Reiche in den Universum gesehen. Im heutigen humanistischen Menschenbild wird der Mensch mit einer Zwiebel verglichen. Begibt sich der Mensch auf den inneren Weg, öffnet er Schichte um Schichte, vergleichbar mit der Zwiebel, wenn man ihr Schale um Schale öffnet. Dann wird sie einer Blüte gleich.“
Verbreitung nach Europa durch Griechen und Römer
Alexander der Große brachte auf seinen Kriegszügen das Gemüse von Ägypten nach Griechenland.
Auch die Römer versorgten ihr Heer mit der Knolle.
Durch das römische Heer kam das Zwiebelgewächs in den Norden Europas.
Kulturell hat sie ihre Spuren hinterlassen. Man denke nur an die Zwiebeltürme der Kirchen
in Russland und im europäischen Raum.

Zwiebel als Kultur- und Heilpflanze:
Anbau und traditionelle Nutzung
In „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ unterscheiden wir die Sommer- und Winterzwiebel.
Im Heilgarten hat die Schamanin im März Stecklinge gesetzt und diese Ende September geerntet.
Säen sie die Zwiebel selbst aus, können die Pflanzen im kommenden Jahr geerntet werden.
Die Zwiebel mag es am liebsten sonnig, trocken und sie braucht Bodengesundheit!
Heilwirkung der Zwiebel: Traditionelle Naturheilkunde und Medizin
Nach Dioskurides (1.Jh) fördert sie die Durchblutung uns stärkt das Herz.
Paracelsus (1493 – 1541) meinte, sie würde so viel wie eine ganze Apotheke wert sein.
Im 11.Jh. empfahl Odo Magdunensis Zwiebelsaft bei Ohrenschmerzen, Zahnschmerzen, Schnupfen, usw.
Der Naturheilarzt Sebastian Kneipp setzte sie im 19. Jh. gegen Darmparasiten ein.
Die Liste der Lobpreisungen von Heilkundigen der Jahrhunderte ist schier unendlich.
Die Fülle an Rezepten mit dem Gemüse ist so zahlreich, dass sie in diesem Rahmen nicht wiederzugeben ist.
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