
Mammutblatt – gigantische Blätter und
exotische Pflanzenkraft
Mammutblatt – beeindruckende Blattgröße und tropische Erscheinung
Das Mammutblatt hat so große Blätter, dass man darin ein Schulkind einwickeln könnte.
Die Höhe der Pflanze kann bis zu 3 Meter betragen und bildet Blätter mit einem Durchmesser von über einem Meter.
Das Mammutblatt bildet große, zapfenartige Blütenstände, die unscheinbar zwischen den gewaltigen Blättern erscheinen. Damit zählt es zu den beeindruckendsten Blattschmuckpflanzen im Garten und zieht sofort alle Blicke auf sich.
Die aus Südamerika stammende Pflanze ist in ihren angestammten Gebieten verwildert.
Sie macht dort ähnliche Probleme wie bei uns der Bärenklau, Goldrute und Springkraut.
Mammutblatt – Giftigkeit, Nutzung und traditionelle Verarbeitung
Die Wurzeln des Mammutblattes sind reich an Gerbsäuren und werden von den Einheimischen
zum Gerben der Felle und zum Färben der Wolle verwendet.
Die stacheligen Stängel werden geschält und ähnlich unserem Rhabarber verkocht.
Mammutblatt – Herkunft, Arten und Anpassungsfähigkeit
Das Mammutblatt Gunnera chilensis, das aus Chile in unsere Breiten gekommen ist, ist kleiner und
verträgt mehr Trockenheit.
Es senkt seine Blätter, wenn es Wasser benötigt, diese richten sich nach der Tränkung gleich wieder auf.
Gunnera – Standort, Pflege und optimale Gartenbedingungen
Es liebt es eher schattig. Es kann auf einem sonnigen Platz nie seine volle
Blütenpracht entfalten.
Die Pflanze macht eher den Eindruck eines Sumpfgewächses.
Zu seiner Hinterlegung passen sehr gut Farn, Schilf und andere Sumpfgewächse.
Die Riesenblattpflanze benötigt einen feuchten, humusreichen Boden und einen geschützten, halbschattigen Standort, um seine enorme Blattgröße voll zu entfalten.
Besonders wichtig ist eine konstante Wasserversorgung, da die Pflanze bei Trockenheit schnell ihre Blätter hängen lässt.
Im Garten eignet sich das Mammutblatt ideal für Teichränder oder sumpfige Bereiche, wo es optimale Bedingungen vorfindet.
Im Winter kann sie mit dem Laub vom Kompost abgedeckt werden. In kälteren Regionen benötigt das Mammutblatt einen guten Winterschutz, da es frostempfindlich ist.
Die Vermehrung erfolgt zumeist durch Stecklinge, da Samen der Pflanze sehr lange im Boden liegen.
Mammutblatt – Kultivierung im Heilgarten und praktische Erfahrungen
Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ hatte Regina Hruska der Pflanze eine Mulde gegraben, damit sie mit Feuchtigkeit gut versorgt wird.
Im Winter wurde diese Mulde abgedeckt.
Sie hat, alleine im Rasen stehend, Besucher, Teilnehmer der Seminare und schamanische Beratung beeindruckt.
Gunnera chilensis – Erfahrungen, Herausforderungen und Klimawandel
Leider mussten wir mit der Zucht dieser Pflanze aufhören, da sie ständig Wasser benötigt und dies
in Zeiten des Klimawandels nicht machbar ist.
Wer sich für das Mammutblatt interessiert, dem empfehlen wir einen Besuch im
Botanischen Garten in Wien.
Große Pflanzen im Gartenraum
Großwüchsige Pflanzen verändern die Raumwirkung eines Gartens grundlegend und schaffen Orte der Ruhe, des Schutzes und der natürlichen Energie.
Das Mammutblatt gehört zu den eindrucksvollsten XXL-Pflanzen im Garten und steht in einer Reihe mit anderen großwüchsigen Pflanzen wie Sonnenblume, Engelwurz, Bärenklau, Schilf, Baumspinat oder Königskerze.
Selbstversorgung – Mammutblatt als eindrucksvolle, aber anspruchsvolle Gartenpflanze
Mammutblatt – zwischen exotischer Faszination und Grenzen der Selbstversorgung
die Riesenstaude zeigt in der Selbstversorgung eindrucksvoll, wie wichtig Wasserverfügbarkeit und Standortwahl sind, und macht gleichzeitig deutlich, dass nicht jede beeindruckende Pflanze unter veränderten Klimabedingungen dauerhaft kultivierbar ist.
Das Mammutblatt fasziniert als monumentale Blattschmuckpflanze mit tropischer Ausstrahlung und zeigt zugleich, wie eng Schönheit, Pflegeaufwand und ökologische Bedingungen miteinander verknüpft sind, was es zu einer lehrreichen Pflanze für Gartenpraxis und bewusste Selbstversorgung macht.







