Bärenklau

HERACLEUM SPHONDYLIUM L.

Familie Doldenblütler, Apiaceae

Der Bärenklau hat im Volksmund zahlreiche Namen wie zum Beispiel Bärenfuß, Bärentatze Roßfenchel, und Scharling. Er wächst gerne an Bachufern und auf schattigen feuchten Wiesen und Waldlichtungen. Einst wanderte er aus dem Kaukasus zu uns ein und ist schon lange in unsere Pflanzenwelt integriert.
Dieses große Doldengewächs mit behaartem Stengel und Blättern kommt in ganz Europa und in Asien vor. Diese Pflanze besticht durch ihre Größe und Schönheit, aber Achtung, eine leichte Berührung mit ihren Blättern kann heftige Hautallergien hervorrufen. Die mächtigen Blätter speisen den Wurzelstock, der ausdauernd, vielköpfig ist und eine große Wachstumsenergie hat. Seine Blüten duften leicht süßlich nach Anis und im Herbst möhrenartig. Anders verhält es sich mit dem Wiesen – Bärenklau, den zum Beispiel Hasen gerne fressen.

Regina Hruska „Die Wurzel war bei Schamaninnen und Schamanen begehrt, da aus ihr mächtige Amulette geschnitzt wurden.“ Das allerdings haben wir bei einzelnen Seminare (n) und Termine (n) in der schamanischen Ausbildung noch nicht ausprobiert.
Die Wurzel galt in der Volksmedizin auch als ein Potenzmittel, ein Liebesmittel. Hiernonymus Bock (1498 – 1554) erwähnt in seinem Kräuterbüchlein „Der Theriak des armen Mannes“ die Pflanze, wie auch Engelwurz Giersch Kümmel Meisterwurz Dill Fenchel Liebstöckl und viele andere Doldenblütler. Als Theriak wird seit der Antike ein Gegenmittel, eine Kräutermischung gegen Schlangenbisse verstanden. Im Mittelalter gegen die Pest, wobei der Theriak zumeist mit Ritual und Zeremonie zubereitet wurde.
Im Mittelalter wurde dem Bärenklau auch krampflösende Wirkung zugeschrieben. Schamaninnen und Heilerinnen gaben ihn bei Epilepsie und bei Magen- und Darmbeschwerden. Er war auch eine begehrte Speise. So wurden aus seinen jungen Blättern Salate und Aufläufe gekocht, Öle und Tinkturen hergestellt.
Heilwirkung heute: Pulver aus seiner Wurzel wirkt anregend, aufbauend, blutdrucksenkend, potenzsteigernd. Er wird innerlich und äußerlich verwendet, so zum Beispiel bei Wundheilungen und bei Verstopfung.
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