Bärenklau

Der Bärenklau benötigt einen feuchten Untergrund.
Heracleum sphondylium, Familie, Doldenblütler, Apiaceae

Bärenklau – die kraftvolle Pflanze zwischen Schönheit,
Gefahr und alter Heilkunde

Bärenklau im natürlichen Lebensraum von Wasser und Schatten

Der Bärenklau gehört zur Familie der Doldenblütler und trägt den botanischen Namen Heracleum.
Besonders der Riesen-Bärenklau enthält phototoxische Stoffe, die bei Sonneneinstrahlung starke Hautreaktionen verursachen.
Beim Umgang mit der Pflanze sollten Handschuhe getragen werden, um Hautkontakt zu vermeiden.

Der Bärenklau hat im Volksmund zahlreiche Namen wie zum Beispiel:
Bärenfuß, Bärentatze, Roßfenchel, und Scharling.
Er wächst gerne an Bachufern und auf schattigen feuchten Wiesen und Waldlichtungen.
Einst wanderte er aus dem Kaukasus zu uns und ist schon lange in unsere Pflanzenwelt integriert.

Dieses große Doldengewächs mit behaartem Stängel und Blättern kommt in ganz Europa
und in Asien vor. Diese Pflanze besticht durch ihre Größe und Schönheit.

Riesen-Bärenklau als kraftvolle und gefährliche Erscheinung

Achtung, eine leichte Berührung mit ihren Blättern kann heftige Hautallergien hervorrufen.
Die mächtigen Blätter speisen den Wurzelstock, der ausdauernd, vielköpfig ist und eine große Wachstumsenergie hat.
Seine Blüten duften leicht süßlich nach Anis und im Herbst duften sie wie die Karotten.

Bärentatze im natürlichen Kreislauf der Tiere

Ihn fressen zum Beispiel Hasen gerne. Die Blütezeit reicht von Juni bis August und zieht zahlreiche Insekten an.

Der Bärenklau kann Allergien verursachen
Bärenklau Blüten mit vielen kleinen Einzelblüten

Wiesen-Bärenklau und spirituelle Bedeutung

Regina Hruska: „Die Wurzel war bei der Schamanin und Schamanen begehrt, da aus ihr mächtige Amulette geschnitzt wurden.“
Das allerdings haben wir bei Seminare und Termine in der schamanischen Ausbildung noch nicht ausprobiert.

Die Wurzel galt in der Volksmedizin auch als ein Potenzmittel, ein Liebesmittel.

Heracleum in der Heilkunde der Vergangenheit

Hieronymus Bock (1498 – 1554) erwähnt in seinem Kräuterbüchlein „Der Theriak des armen Mannes“
Als Theriak wird seit der Antike ein Gegenmittel gegen Schlangenbisse verstanden. Im Mittelalter sollte er gegen die Pest helfen. Schamanische Rituale begleiteten die Zubereitung des Theriaks.

Im Mittelalter wurde dem Bärenklau auch krampflösende Wirkung zugeschrieben.
Schamanische Heilkunst war in dieser Zeit gefragt. Schamanin und Heilerin gaben ihn bei Epilepsie und bei Magen- und Darmbeschwerden.
Er war auch eine begehrte Speise.
So wurden aus seinen jungen Blättern Salate und Aufläufe gekocht, Öle und Tinkturen hergestellt.

Wurzelkraft des Bärenklau in der Anwendung

Pulver aus seiner Wurzel wirkt anregend, aufbauend, blutdrucksenkend, potenzsteigernd.
Er wird innerlich und äußerlich verwendet, so zum Beispiel bei Wundheilungen und bei Verstopfung.

Selbstversorgung mit Bärenklau im achtsamen Umgang

Der Bärenklau zeigt, dass auch kraftvolle Wildpflanzen Teil der Selbstversorgung sein können, wenn sie mit Wissen und Vorsicht genutzt werden.
Ein bewusster Umgang ist besonders wichtig, da einige Arten starke Hautreaktionen hervorrufen können.

Der Roßfenchel erinnert uns daran, dass Schönheit, Heilkraft und Gefahr in der Natur oft eng miteinander verbunden sind.

 Schamanische Ausbildung        Kontakt    

Newsletter