Wiesenknöterich

Der Wiesenknöterich wächst auf feuchten Böden
Bistorta officinalis, Familie, Knöterichgewächse, Polygonaceae

Wiesenknöterich – Feuchtwiesenpflanze zwischen
Heilwirkung, Wildgemüse und Bienenweide

Der Wiesenknöterich liebt nasse Wiesen und Böden, die reich an Mineralien und Stickstoff sind.
Auch in naturnahen Bauerngärten findet der Wiesenknöterich geeignete Standorte.
Wiesenknöteriche sind Nässeanzeiger, die wir auch in Uferbereichen von Gewässern, feuchten, bis moorigen Wiesen und Teichen finden. Feuchtwiesen zählen zu den artenreichsten und zugleich bedrohten Lebensräumen Europas. 

Im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ wächst er neben dem kleinen Teich. Dort streckt er seine Wurzeln bis in die Nähe von Schlangenwurz, und Schachtelhalm. 

Der Wiesenknöterich ist eine essbare Pflanze
Bistorta officinalis am Teichufer

Wiesenknöterich heimisch auf feuchten Naturwiesen

Regina Hruska: „Auf Wiesen vermehrt sich die Pflanze durch Samen. Im Heilgarten vom Schamanenzentrum Wien vermehren wir sie durch Teilung der Wurzeln.
Teilnehmer der Ausbildung
„Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ und der
„Schamanischen Ausbildung Österreich“ pflanzen die Stecklinge oftmals auf geeigneten Böden aus.“

Wiesenknöterich bienenfreundlich

Die walzenförmigen Blütenstände leuchten rosa bis zart rötlich. Bienen sind eifrige Gäste an seinen Blüten, die sehr nektarreich sind. Besonders Schmetterlinge besuchen die nektarreichen Blüten des Wiesenknöterichs gerne. Er ist eine Schmetterlingspflanze, die gehütet werden sollte.
Die Pflanze verträgt keine häufige Mahd und gedeiht nicht auf intensiv genutzten Wiesen.

Schlangen-Knöterich Heilwirkung und altes Wildgemüse

Die Blätter der bis zu 80 cm hohen Pflanze sind ein ausgezeichnetes Wildgemüse.
Es kann roh, gekocht oder gedünstet gegessen werden. Befreundete Schamanen in Sibirien bereiten daraus Spinat zu.

Der Wiesenknöterich ist eine Wildpflanze
Wildgemüse Schlangen-Knöterich

Wiesenknöterich Wurzel und traditionelle Volksheilkunde

Die Wurzeln reichen tief in die Erde und sind geringelt wie eine Schlange.
Sie enthalten Vitamin C, Stärke, Klee- und Apfelsäure sowie Gerbstoffe.

Klein geschnittene und abgekochte Wurzeln wirken adstringierend und wurden traditionell gegen Durchfall verwendet. Tee diente außerdem als Gurgelwasser bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum.

Wiesenknöterich Verwendung in Bauerngärten und Bergregionen

In den Bergen Österreichs nannte man die Pflanze „Zahnbürstl“ und unter diesen Namen kannte
sie jedes Kind.
Die Wurzeln wurden gegen Bettnässen und zur Wundbehandlung verwendet.

Wiesenknöterich Samen und traditionelles Grünfutter

Auch Samen, die als sehr eiweiß- und stärkehaltig galten, waren eine Beigabe für Tee.
Bäuerinnen sammelten die Pflanze oder bauten sie im Bauerngarten an.
Tiere, Rinder, Ziegen und Schafe erhalten den Wiesenknöterich bis heute als Grünfutter.

Feuchtgebietspflanzen und naturnahe Wasserlandschaften

Zu den typischen Pflanzen feuchter Wiesen zählen neben Wiesenknöterich auch Springkraut, Sumpfporst, Blutweiderich, Mädesüß, Sumpfdotterblume und Igelkolben.
Viele dieser Pflanzen bieten Nahrung und Lebensräume für Insekten, Amphibien und zahlreiche Tierarten.

Selbstversorgung und essbare Wildpflanzen in Notzeiten

Der Wiesenknöterich war wie viele andere heimische Wildpflanzen in schwierigen Zeiten eine wertvolle Nahrungspflanze. Kenntnisse über essbare Wiesen- und Feuchtgebietspflanzen können auch heute wieder Teil einer verantwortungsvollen Selbstversorgung werden.

Der Wiesenknöterich verbindet feuchte Naturwiesen, alte Heiltraditionen und artenreiche Wasserlandschaften mit der lebendigen Kraft heimischer Wildpflanzen und naturnaher Lebensräume.

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