Schamanismus des Zukünftigen

Schamanismus des Zukünftigen

Die Länder Europas haben ihren stolzen Glanz und Reichtum verloren und zugleich den Zugang zu den Reichen der Schöpfung, des Schöpfers, zu den Lenkern und Schützern der Naturreiche und der Menschen.
Das vom Göttlichen Gegebene wird durch dunkle Gedankenkräfte mit Füßen getreten.

Wer braucht den Schamanismus überhaupt noch?

Gewitterwolken über Europa
Gewitterwolken über der Welt – der Schamanismus des Zukünftigen muss sich den Kräften einer Zeit der Schwellenübergänge stellen.

Diese Frage stellt sich in einer Zeit der Schwellenübergänge, in einer Zeit der wütend drohenden Welt.
Gesellschaften verharren in digitaler Demenz, sind herausgefallen aus der Schöpfung, abgegrenzt und abgeschnürt aus ihrer Daseinssphäre.

Daneben ein Schamanismus, der vom Licht spricht, das Böse nicht erkennen will und meint, dagegenhalten zu können. Kann ein Schamanismus, der von Trommelabenden, Beschwörungen des Guten, Jahreskreisfesten,
unwirksamen Ritualen und anderem lebt, in dieser Welt Bestand haben? Engel und Dämon streiten sich um die Werkzeuge des Schamanismus.

Es kann nicht darum gehen, schamanische Traditionen als Glaubenswahrheiten hinzunehmen.
Wenn man herausfindet, dass lange vor uns auf anderen Wegen Ähnliches festgestellt wurde, kann man das als Bestätigung nehmen.

Die Wurzeln des zukünftigen Schamanismus

Die eibe hat ein ausgedehntes Wurzelsystem
Die junge Eibe – starke Wurzeln, Regenerationskraft und Selbsterneuerung als Bild für den Schamanismus des Zukünftigen.

Im Zukünftigen werden Schamaninnen und Schamanen ihr volles menschliches Potenzial spiralig aus der Kreismitte heraus entfalten.

Ich vergleiche dieses Wachstum mit der Eibe.
Sie hat ein weitläufiges Wurzelsystem, das den Baum versorgt. Betrachtet man den Keimling, dann investiert dieser zuallererst in seine Wurzeln.
Die Stärkung der Wurzeln hat Priorität. Sie sind sein Sicherheits- und Filtersystem und zeugen von der Regenerationsfähigkeit des Baumes.
Das tiefgreifende Studium der Eibentraditionen zeigt das perfekte Prinzip der Selbsterneuerung.
Der Baum zeigt neben seiner physischen auch seine metaphysische Existenz. Eiben waren als Weltenbäume ihres Namens würdig.

Zwischen Erde und Himmel

Sie waren Säulen des Lichts, das Himmel und Erde verband.
Ein Licht von jenseits der Welt der Gegensätze.
Bis heute fließen aus der Urquelle über die Lichtsäule Lichtbänder, vergleichbar mit den Farben des Regenbogens.
Aus den Spalten der Erde erscheinen Lichtbänder, aufwärts fließend, dem Himmel entgegen.
Schamanen der Zukunft werden in diesen Auf- und Abwärtsströmen reisen lernen.
Nur wer als Schamanin oder Schamane diese Reisen beherrschen wird, kann im Zukünftigen bestehen.

Welcher Mensch trägt den Schamanismus der Zukunft?

Die Polarität der Welt
Licht bricht durch die Wolken – zwischen Dunkelheit und Licht öffnen sich neue Wege für Mensch, Erde und geistige Welt.

Dieses oben erwähnte Beispiel lässt das Bewusstsein der Polarität erwachen.
Zugleich verweist es auf die kosmische Ordnung, auf
die göttliche Harmonie, die zum Ziel des zukünftigen Schamanismus und seiner Manifestationen auf
der Erde wird.
Ein Schamanismus der Zukunft wird sich daran messen lassen, ob aus dieser Anbindung heraus Taten folgen. Daran, ob er Verantwortung gegenüber Menschen und Mitmenschen, Erde und Naturreichen, Lebenden und Toten übernimmt. Er wird daran gemessen werden, welcher Mensch die Werkzeuge des Schamanismus verwendet.
Nur vom Licht zu sprechen und das Böse, das sich bereits am gesamten Erdenrund manifestiert hat, zu leugnen, wird nicht möglich sein.

Menschheitliche Wegbereitung

Einen Weg ins Zukünftige zu bauen, wird nicht einfach.
Ein Weg entsteht nicht dadurch, dass über ihn gesprochen wird. Erde muss bewegt, Steine müssen getragen, Hindernisse beseitigt werden. Erst dann kann der Mensch auf ihm gehen.

Zukünftige Schamaninnen und Schamanen werden selbst zur tragenden Kraft werden müssen.
Sie werden an ihrem Mut, an ihrem Willen, der unter Mitwirkung des Herzens steht, an ihrer Erkenntnis- und Denkart und an vielem anderen hart arbeiten müssen.
Eine tief-unbewusste Sehnsucht ist jene Kraft, die ins Bewusstsein gehoben werden muss.
Sie lässt die zukünftigen Schamaninnen und Schamanen durch jedes Chaos, jenseits des Abgrundes, organisch in das Zukünftige hineinwachsen.
Ein rückschauendes und vorschauendes Bewusstsein wird die Wanderwege des zukünftigen Schamanismus begleiten.

Die Kraft der Selbsterneuerung

Die Eibe hat eine große Regenerationskraft
Die hohle Eibe – selbst aus Aushöhlung und drohendem Sterben kann Erneuerung wachsen und den Blick ins Zukünftige öffnen.

Auch Eiben erleben Aushöhlungsprozesse.
Die Stämme alter Eiben beginnen hohl zu werden und drohen zu sterben. Manchmal bilden sich jedoch Innenwurzeln – eine Art „Selbst-Recycling“. Dadurch kann sich der Baum aus sich selbst heraus erneuern.

Die Eibe trägt die Möglichkeit der Erneuerung in sich.
Ob auch der Schamanismus diese Kraft entwickeln kann, wird sich daran zeigen, ob die Rufe des Neuen gehört und in ein neues Wirken aufgenommen werden.

Regina Hruska      Stephanie König     Kontakt     

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