
Schwan – Würde, Schönheit und Schutzgeist
Ein Schwan, der auf dem Wasser dahingleitet berührt viele Menschen. Er lässt in seiner Anmut etwas im Herzen anklingen, das als Urbild der Schöpfung in Seelen gespeichert ist.
Der Schwan war Jahrtausende lang den Menschen heilig, seine Würde und Schönheit verwiesen auf etwas Höheres und er wirkt exklusiv.

Der Schwan in den griechischen Mysterien
In griechischen Naturmysterien wird der Schwan als mythisches Bild verehrt. In Delphi, der großen Orakelstätte, mit zahlreichen Tempelbezirken galt der Schwan als ein mythisches Tier. In einem mythischen Bild stand der Schwan für all jene Seelen, die aus der Geistwelt auf die Erde kamen.
Die Griechen erzählten, dass Schwäne jährlich mit Apollon aus dem Norden nach Delphi kamen.
Auf den Flügeln des Schwans schwebte der Gott, der Botschaft aus dem Norden brachte.
Apollon und die singenden Schwäne
Apollon galt in der Heilstätte von Delphi als der heilende Gott. Apollon kam jedes Frühjahr mit silberweißen singenden Schwänen und seiner Leier aus den nördlichen Landen nach dem Süden.
Im Herbst zog er sich gemeinsam mit der Schwanenschar wieder zurück.
Solange sie in Delphi weilten, herrschte dort Frieden und Harmonie.
Symbolisch gesehen wird in diesen Bildern auch das Musische in den Seelen, Musik und Gesang, die mit den Lichtwelten urverwandt sind, dargestellt.

Königliches Symbol und Ritterorden
So verwundert es nicht, dass in England alle Schwäne im Besitz der Krone sind. Vor allem der Höckerschwan, der mit seinem weißen Gefieder, dem roten Schnabel und dem dunklen Höcker nicht nur adelig, sondern fürstlich wirkt.
Kommt man allerdings einem Schwan zu nahe, dann wird er angriffslustig und kann es auch mit einem starken Gegner aufnehmen. So wird er vom Adeligen und Fürsten auch zum Ritter. Im Mittelalter noch gab es einen Ritterorden, dessen Wappentier der Schwan gewesen ist.
Schutzgeist der Seelen
Als schützende Kraft der Seelen wird er in der nordischen Mythologie, bei Kelten und Germanen oftmals erwähnt. Dem Schwan wurde die hellsichtige Wahrnehmung der Totengeister in der Wasserunterwelt zugesprochen. Als weibliches Symbol war der Schwan eng mit den Walküren verbunden.

Nordische und keltische Überlieferungen
Zum Beispiel im „Wieland Lied“ in dem Walküren im Schwanenkleid erschienen.
In der „Edda“ von Jakob Grimm nähren sie sich am Urd Brunnen und bei den Kelten konnte sich der Gott Midir in einen Schwan verwandeln.
Schwan als Zugvogel und Lebensgefährte
Höckerschwäne bevorzugen die nördlichen Gebiete. Von dort aus ziehen die monogamen Vögel in wärmere Gebiete. Sie kommen gemeinsam im Frühjahr zu ihrem Nistplatz zurück.
Die zur Gänse- und Entenvögel gehörenden Wasservögel durchwanderten nicht nur Jahrtausende, sie nahmen sozusagen schon vor Jahrtausenden den Wanderstab. Auch heute noch wandern sie über viele Kilometer den Landstrichen und Wasserläufen entlang.

Mythologie und schamanische Ausbildung
In „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ und in der „Shamanic Clinic Europe“ sind Mythologien wesentlich in der schamanischen Ausbildung. Tiere und ihre Mythos sind Teil im größeren Ganzen.
Schwan und lebendige Gewässer
Schwäne fühlen sich dort wohl, wo Gewässer noch naturnah sind. Zwischen Schilf, Iris, Blutweiderich und Seerosen finden sie Nahrung, Schutz und geeignete Plätze zur Aufzucht ihrer Jungen.
Der Schutz von Seen, Teichen und Flussufern gewinnt heute zunehmend an Bedeutung. Plastikmüll, Verschmutzung und der Verlust naturnaher Uferbereiche bedrohen nicht nur den Schwan, sondern viele Tiere und Pflanzen, die auf gesunde Gewässer angewiesen sind.
Der Schwan erinnert uns daran, dass Schönheit, Harmonie und Leben dort entstehen, wo Wasser, Pflanzen und Tiere in einem natürlichen Gleichgewicht miteinander verbunden bleiben.
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