Schamanische Ausbildung II

SemINAR II

Der Tod als Wegbegleiter

Der Mensch tut sein Bestes dazu, die Erde unbewohnbar zu machen, und beschwört Katastrophen um Katastrophen herauf.
Was also will der Mensch, dieses sterbliche Wesen?
Will er Superkraft, einen silikonbasierten Körper, Superintelligenz und ewiges Leben? Hat er vergessen, dass er sterblich ist?
Fürchtet er die Leere nach dem Tod oder jene, die kurz vor ihm eintritt?

Der Schamanismus des Internets, spirituelle Schulen und Religionen versprechen, eine Brücke vom Diesseits ins Jenseits zu bauen. Zugleich aber bemerken wir ein Straucheln, das Fehlen einer lebendigen Erfahrung und eine zunehmende Hilflosigkeit.
Der Geist des Materialismus und der Dämonien ging einher mit dem Verlust eines Jenseitsbewusstseins.
Es herrscht das Diesseitsbewusstsein, das in seiner Vielfalt ständig zunimmt.

Was war vor meiner Geburt? Was wird nachher sein? Diese Fragen wurden zunehmend verdrängt oder oberflächlich beantwortet.

Wenn der Tod seine Fremdheit verliert

Schamanen der alten Zeit waren diesen Fragen gegenüber nicht verschlossen. Sie waren durch ihre Erkundungsfahrten in die geistigen Welten zu Spezialisten des Todes und des Jenseits geworden.
Sie sahen ihre Toten gehen, aufgenommen von Nebelschwaden, und konnten ihnen folgen, sie begleiten und führen, bis sie mit liebenden Wesen weitergeführt wurden.

Schamanische Ausbildung Jenseitskunde. Totenkopf im leichten Nebel als Sinnbild für Tod und Jenseitskunde in der schamanischen Ausbildung.
Der Tod als Wegbegleiter – hinter den Schleiern der sichtbaren Welt beginnt die schamanische Auseinandersetzung mit dem Jenseits.

Jenseitskunde

In „Licht aus der Jurte“ wird in der Ausbildung „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ ab dem I. Modul an der Vielgestaltigkeit der geistigen Welt gearbeitet und gelehrt, ohne in seichte Geistgebiete abzugleiten.
Die schamanische Ausbildung Jenseitskunde bedeutet, Fähigkeiten zu entwickeln, um hinter die Schleier der Sinne blicken zu können.
Die Schamanische Ausbildung Jenseitskunde vertieft den bewussten Umgang mit den geistigen Welten und den Fragen nach Leben und Tod.
Das ist kein neues Lehrsystem, es ist eines der geistigen Prinzipien in der Jurte.

Vom Nehmen zum Geben

Im zweiten Ausbildungsjahr werden ihre Landkarten vom Leben nach dem Tode erweitert und im Besonderen der Kontakt mit den hilfreichen Wesen des Lichts verstärkt.
Die Reisen zum „Herzen der Welt“ werden wie in eine Kugel aufgenommen und führen letztlich zu einer Umwandlung der inneren Gestalt des Schamanen, der Schamanin.
Damit wird die Grundlage dafür geschaffen, dass sie etwas Wertvolles in die Welt bringen können, ohne egoistischen Genuss und selbstsüchtigen Begierden.

Kreuz, das aus dichtem Nebel aufsteigt – Symbol für den Kreuzweg und die geistigen Prüfungen in der schamanischen Ausbildung.
Das Kreuz im Nebel – ein Wegkreuz, ein Kreuzweg, eine persönliche Prüfung auf dem Weg zum Zentrum des Kreises.

Dem Zentrum des Kreises näher zu kommen, bedeutet auch Prüfung.
Im Kreis sind die Teilnehmenden im Sein. Doch sie erleben immer wieder das Kreuz, ein Stück des Zauns, vielleicht ein Zufallskreuz, das sie tragen könnte. Eine persönliche Vierheit, vielleicht ein Richtungskreuz, ein Wegkreuz ein Kreuzweg.
In Begleitung der beiden Schamaninnen wird die weitere Seelen-Schulung erarbeitet.
Vielleicht wird dem Sonnenzeichen auch ein bergender Kreis hinzugefügt, in dem weitergearbeitet werden kann.
Nur wenn die Seele die Kraft aufbringt, bereit zum Sterben zu sein, bereit, das Kopfbewusstsein loszulassen, nur dann kann sie bei ihren Geistern heimisch werden. Dann fällt die Schranke zwischen Diesseits und Jenseits.

Welcher Kraft folgt der Mensch?

Auch auf die Begegnung mit dem Phänomen des Bösen in den Geistreichen sind die Teilnehmer vorbereitet. Sie wissen um die geheimnisvolle Verknüpfung des Bösen und seiner existenziellen Gegebenheiten mit den Geistgebieten, in denen sie heimisch werden wollen.
Zumeist führt der schamanische Weg nicht direkt in die Sonnensphären, wie uns der Mainstream vermitteln will.
Die Begegnungen mit dem Bösen und dem Lichtvollen, Höchsten sind untrennbar miteinander verbunden.
Eine geistige Auseinandersetzung, die mit geistigen Waffen geführt werden muss.

Welcher Kraft folgt die Schamanin, der Schamane?

Folgen sie der Dumpfheit, einer geistblinden Gesellschaft?
Oder folgen sie dem Zukünftigen, folgen sie der Bejahung, dem Wachstum?
Bleiben sie bei jenem geheimnisvollen Baum, dessen verborgen wirkende Lebenskräfte aufsteigen, dessen Naturkräfte die Schöpfung der Erde durchziehen, der seine Heilskräfte weit streut und ihnen im stillen Raum ihrer Innerlichkeit den Weg in die Himmel weist?

Regina Hruska    Stephanie König    Kontakt  

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