Ibis

Der Ibis ist wie die Mehrzahl der Vögel ein Künder des Lichts, der Wärme und der Luft.
Er kann fliegen und die kleinen Küken werden von den Müttern dazu gebracht, sich Nahrung im Schlamm und Wasser zu suchen.

Herodot über den Ibis (Herodot-Historien II,76)

Wir kennen das Treiben dieser Vögel, im Grenzland zwischen Luft, Wasser und Sumpf.
Wir sehen ihn als nobel dahinschreitenden Seelenvogel aus ältester Zeit. Er bewohnt außer den nordischen Ländern viele südliche Gebiete.

Habitat des Ibisses
Sein Lebensraum
ist immer das Übergangsgebiet von Erde und Wasser. Wo die Wasser seicht werden, sich Sümpfe und Moore bilden, dorthin dringt sein Fuß.
Zum Bau des Nestes zieht er sich in Bäume zurück und pflegt dort seine Jungen.

Weisheit des Ibisses
Diese ist seit Jahrtausenden belegt.
War er einst Künder und Bringer der heilbringenden Nilflut, die den Boden feucht und fruchtbar machte.

Ibisköpfiger Gott Toth

Ibis, heiliger Seelenvogel
Bis heute weist er auf Vergangenes hin, dass den Menschen entschwunden ist.

Die Seelen identifizierten sich in ältester Zeit mit jenen Seelenkräften, die der ägyptische Gott Toth repräsentierte.

Dem Gott des Totengerichtes, dem Beherrscher der magischen Worte, dem Bestimmer der Reise nach dem Tode, dem Wissenden über die Universen.

 

Gott Toth, Herr des Schicksals

Die Spuren des Ibisses
Der Ibis war alten Ägyptern heilig. Sie wurden so hochgeachtet, dass sie zu tausenden einbalsamiert und in besonderen Gräbern beigesetzt wurden.

Der dreimal große Toth, den die Griechen
Hermes Trismegistos nannten, wurde mit dem Kopf eines Ibisses abgebildet.
Auch seine Hieroglyphe war ein schematisierter Ibis.
Am Kopf trug Toth-Ibis die Mondschale, in der die Sonnenschale schwebte.

Der heilige Ibis

Die Opferkraft des Ibisss
Seine Opferkraft ließ Diesseits und Jenseits bewahren. Er symbolisierte nicht, wie der Schwan oder der Storch die Jugend. Trotz seines weißen Federgewandes, dem Mond verwandt, kündete er Tod und jenseitiges Leben.

Die Botschaft des Ibisses
Bis heute ist er uns ein lebendiges Erinnerungsbild an eine vergangene Menschheitsepoche.
Damals waren sie mit den Menschenseelen vereint.

Sie weisen uns wie die Taube darauf hin:
Wir werden geboren und wir sterben. Den Weisheitsweg zu gehen, mit Demut im Herzen.

Regina Hruska    Stephanie König      Kontakt    

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