Wintersonnenwende

Wintersonnenwende

Man könnte meinen, die Dunkelheit sei allumfassend. Dunkelheit wenn die Arbeit beginnt Dunkelheit wenn sie endet. Doch am 21. Dezember werden die Funken des Lichts neu entzündet.

Die dem Sommer entgegengesetzte Winterszeit ehrt wie alle anderen „Feuersbräuche“ des Jahres das Licht. So tun wir es auch in besonderer Art und Weise in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“. Wichtig scheint mir dabei die Verbindung, die Anbindung an unsere Ahnen, das Eingebettet – Sein in die lange Tradition der Schamaninnen und Schamanen, die zu dieser Zeit für Menschen, Tiere und für die gesamte Natur gearbeitet haben.

Schamanische Rituale rund um das Feuer

Die Wintersonnenwende war in den Zeiten unserer Vorfahren geprägt von den Kräften des Vertrauens, der Wandlung und der Wiedergeburt.

So wurde zum Beispiel ein Becher, gefüllt mit persönlichen Anliegen rund um ein Feuer, das zu dieser Zeit entzündet wurde, oder um das Licht einer Kerze/Fackel getragen. Die Bitten, Gebete und Gesänge dabei galten der Lösung, Heilung, Klärung und Erfüllung der Anliegen.

Manchmal wurde am 21. Dezember schon frühmorgens im Ofen ein Feuer gemacht, oder Kerzen/Fackeln entzündet. Die Menschen saßen im Kreis um dieses wärmende Licht, aßen eine Kleinigkeit von den vorbereiteten Speisen. Den Rest gaben sie ins Feuer, als eine Opfergabe an jene Geister, die im Lichte wirken. Geräuchert wurde mit Wacholder und den Harzen von Fichte Lärche Nadeln der Eibe und Tanne und mit den verschiedenen Kräutermischungen wie Salbei Beifuss Myrthe Thymian oder Kräuter aus dem Kräuterbüschl wie Königskerze Minze Alant Johanniskraut Schafgarbe Kamille Mädesüß Diese Rituale und Räucherungen gab es in Schweden, am Balkan, in Lettland, Russland und in unseren Breiten.

Schamaninnen und Feuer

Unglückliche, Sorgenvolle, Verstrickte, Ängstliche, Unsichere und Kranke wandten sich an die Schamanin. Manche klagten ihr Leid, offenbarten ihre Geheimnisse. Die Schamanin, in dieser Nacht eng verbunden mit dem Feuer, war Kanal für die Antworten, die über sie aus dem Licht zum Fragenden kamen. Dieser Kultus wurde auf ähnliche Weise auch für Mutter Erde, Tiere, Pflanzen und Bäume gemacht. Efeu Stechpalme Äpfel vom Apfelbaum Nüsse vom Nussbaum oder Haselstrauch und die Mistel begleiteten den Ritus.

Alle Vorstellungen vom Feuer und der Anbindung an dieses hatten nichts gemeinsam mit den Vorstellungen der Hölle. Licht war immer ein Ausdruck der Freude und hatte nichts mit den späteren leidvollen Erfahrungen des Fegefeuers zu tun. Hilfreiche Geister und Wesen des Feuers und des Lichts wurden feiner als Äther gedacht und gesehen. Auch wir in „Licht aus der Jurte“ folgen dem alten Kult im Ritual der schamanischen Reise, und wir geben dieses Wissen in den Seminare (n) der schamanischen Ausbildung und bei einzelnen Termine (n) der Fortbildungs – Seminare weiter.  

Schamanin in ältester Zeit

Schamaninnen waren keine Heldinnen, sie waren führend in Heiligkeit, Weissagung und Zauber. Sie zeichneten sich aus durch heilige Scheu vor göttlichen und dämonischen Geistern und bewiesen Ehrfurcht vor beiden. Ihre Bestimmung war es, Sterbliche im Heil oder Unheil zu begleiten und ihnen in ihren schamanischen Reisen Botschaften aus den Welten des Geistes zu überbringen. Sie benützten ihr „Wissen“ für Mensch und Natur, Weisheit zu erspähen und dieses in irdische Welten zu bringen um Verflechtungen und Verstrickungen zu lösen. Diesen Ahninnen und Ahnen folgt Regina Hruska und folgen die Schamaninnen und Schamanen in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“, auch wenn Menschen Termine oder Einzelberatung im Seminarzentrum buchen.

Oft erschien die Schamanin schon bei der Geburt eines Kindes, weissagend und hilfreich halfen sie auch den Helden. Sie nutzten ihr Ahnen- und Pflanzenwissen um zum Beispiel den Helden aus verschiedensten Kräutern, so wie sie im Heilgarten von „Licht aus der Jurte“ zu finden sind, Kränze zu binden, die sie mit Heilzauber belegten. Es stand in ihrer Macht zu lösen und zu binden, Verträge die zu jener Zeit geschlossen wurden zu segnen, Versprechen zurückzufordern oder von diesen zu entbinden. Regina Hruska erzählt dies sehr gerne bei einem Vortrag. Tiefergehendes diesbezügliches Wissen kann aber nur in einem der Seminare der Ausbildungen weitergegeben werden.

Schamaninnen waren oft Frauen mit angegrautem Haar, wie Tacitus in der Germania VIII berichtet, in weißem Gewand, linnenem Wams, mit ehernen Spangen gegürtet, die weissagend wirkten. Erzählt wird von Veledam, Albruna, Thiota. Spakona war ein altes Wort für die Schamanin, wie auch die Völva, die Zauberhafte. Von dieser Schamanin führt der Weg über Regina Hruska zu unseren ältesten Aufzeichnungen des Schamanismus in Europa. Zu den ältesten eddischen Liedern der Völsupa.

Es ist eine Nacht der schamanischen Reise, in dem für Jeden die Funken des Lichtes entzündet werden und wie in ältesten Zeiten die Schamanin sich für ihre Ahnen und hilfreichen Geister zur Verfügung stellen wird.

Die Jenseitigen zeigen uns Wege aus Schönheit und Kraft. Die Menschen haben schon vor vielen tausend Jahren gewusst, dass sie unvollständig und leer sind, wenn sie ihre Schatten aus ihrem Bewusstsein verbannen. Viele vor uns sind zur verschlossenen Tür der eigenen Dunkelheit vorgedrungen. Sie wurden unterwiesen, dass Heilung der eigenen Schatten möglich ist. Diese Erfahrungen machen auch Menschen die in unserer Zeit, die in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ an schamanischen Reisen teilnehmen.

Wohlstand, Glück, Gesundheit und Lust weden gerade in der Weihnachtszeit als selbstverständlich erwartet und vorausgesetzt. Obwohl die Mehrheit an Mangel und verschiedensten Verstimmungen leidet und die Natur in schwere Mitleidenschaft gezogen wurde. Verstreuen wir die Funken des Lichtes zur Wintersonnenwende, so wie es die Altvorderen getan haben, an Mensch, Tier und die gesamte Natur!

 

 

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