Einweihung – Sichtbares aus dem Unsichtbaren
Im Atem von etwas Neuem versammeln sich die Schamaninnen und Schamanen in „Licht aus der Jurte“, um sich auf die zweite Einweihung vorzubereiten.
Auf den Pfaden der Wahrhaftigkeit
Die schamanische Einweihung versetzt die Teilnehmer in einen besonderen Seelenzustand. Sie wissen um die unwandelbare Wahrhaftigkeit, die stets ihre Wohnungen und Formen wechselt und doch immer in ihnen und in ihrem Geistbezirk da ist.
Heute sind Körper, Seele und Geist voneinander getrennt, und es brauchte viel schamanische Arbeit, um mühselige Zwischenräume
zu überwinden, sie wieder zu einer inneren Einheit zusammenzufügen und jene Zäune zu durchbrechen, die den Zugang zu den Pfaden der Wahrhaftigkeit versperren.
Innere Knotenpunkte und Umschwünge ließen sie auf Glück ohne Wissen und Weisheit im inneren Werden verzichten.
Durch die Konzentration auf ihre Fähigkeit, auf die höhere Seelenweisheit zu hören und das eigene Leben mit ihr in Übereinstimmung zu bringen, sind sie im eigenen Flussbett angelangt.
Ihre seelische Ernährung kann nur darin bestehen, in die Ruhe des inneren Reichtums und Friedens zu reisen und heilsame Entwicklungen auf der Erde zu fördern.
Die Freiheit auf den Wänden des Herzens
Diese innere Gewissheit schrieb die Freiheit auf die Wände ihres Herzens.
Diese Einweihung steht für das Licht und gegen die inneren Versiegelungen.
Dadurch können sie fähig werden, in die Zukunft zu schauen, um Wegbereiter für das im Verborgenen liegende Zukünftige zu werden.
Manches Wissen entsteht erst dort, wo die Hände arbeiten und der Mensch Verantwortung übernimmt.
Wenn sie diese Einweihung durchlaufen, wächst ihre Verpflichtung zum Dienst an Erde und Menschheit.
In das Innere des eigenen Selbst
Diese Verantwortung kann nur getragen werden, wenn die Einweihung zugleich zu einer weiteren Vertiefung des eigenen Selbst führt.
Das sind sehr hohe Ansprüche, die in „Licht aus der Jurte“ an zukünftige Schamaninnen und Schamanen gestellt werden.
Aber die gesamte Ausbildung, beginnend mit „Spirituelles Heilen – Heilschamanismus“ und weiterführend in der
schamanischen Ausbildung, hat jene Sinne der schlafenden Seelen erweckt, die Wege in die jenseitige Welt öffnen können.
Das gelingt durch die Beharrlichkeit, einen Schleier nach dem anderen von den inneren Strukturen zu heben, um in das Innere des eigenen Selbst zu gelangen.
Von dort kann der Weg in die Tiefen der Erde und in die Höhen des Himmels führen.
Das Kaleidoskop des Selbst ist mannigfaltig, und es braucht klares Denken, das Feuer des Willens und so manches Opfer,
das dafür zu bringen ist.
Im Zauberspiegel vergangener Einweihungen
Wie in Zauberspiegeln sehen sie in den Einweihungen der Vergangenheiten jene Gaben der Hellsicht, die entweder vererbt oder durch Mysterienschulungen mit klaren Gedanken durchdrungen wurden.
Auch deshalb finden sich in allen Mythologien ähnliche Bilder.
Die Regenbogenbrücke
Zum Beispiel das Bild des Regenbogens, der geistiges Licht mit den Elementen der Erde verbindet.
Diese Regenbogenbrücke gibt es auch noch in unserer von Wirrnissen und Elend geprägten Zeit.
Seelen können über diese Brücke noch immer in die lichten Reiche der göttlichen Geister eintreten, in denen die milden Heilande
der Menschheit weilen.
In eigener Verantwortung, aber in Freiheit für ihre Art des Wirkens am Acker der Welt, sollen Segen, Kraft und Liebe sie durch diese schamanische Einweihung und darüber hinaus begleiten.
Regina Hruska Stephanie König Kontakt
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