Schamanische Ausbildung II

SemINAR IV

Das Werden des Zukünftigen

Wo Zukunft ihre Wurzeln verliert

Die Frage, die sich auch für die Teilnehmer der schamanischen Ausbildung stellt, ist:

Woran erkennen wir, dass das Zukünftige bereits begonnen hat?
Vielen Menschen fehlt die Wegzehrung, die sie auf ihrem Weg in die Zukunft benötigen. Sie erleben sich als Einzelwesen abgesondert, stehen vor einer entgötterten Natur und vor seichten, verwässerten spirituellen und schamanischen Fluchtpunkten.
Böden scheinen eine steinerne Wüste geworden zu sein. Brückenlos und getrennt von der Ganzheit steigen aus dem Inneren Angstschreie empor. Menschen hinter verhärteten Mauern zeigen die Not, in welche die Welt geraten ist.
Damit steht auch die schamanische Arbeit in „Licht aus der Jurte“ vor großen Herausforderungen, die bewältigt werden wollen. Die Schamanische Ausbildung Zukunft stellt die Frage, wie der Mensch kommende Entwicklungen erkennen und ihnen mit innerer Freiheit begegnen kann.

Alter Baum mit mächtigen Wurzeln und ausladenden Ästen – Symbol für die geistigen Wurzeln und Zukunftskräfte der schamanischen Ausbildung.
Am Baum der Menschheit – aus tiefen Wurzeln wachsen neue Kräfte, die das Werden des Zukünftigen tragen.

Dem Entschluss treu bleiben

Ein zukunftsweisender Ast am Baume der Menschheit ragt weit in die Heiljurte Wiens hinein.
Zu Beginn, vor mehr als 20 Jahren, als die schamanische Arbeit im Heilzentrum in Wien begann, trieb dieser Baum kleine Blätter und Knospen.
Es war damals noch nicht klar, welche Blüten und Früchte sich aus ihnen entwickeln würden.
Im Heute lässt sich erkennen, dass die im Herzen eingeschriebene schamanische Arbeit den Atem von etwas Neuem, Zukünftigen in sich trägt und sich aus den Blüten nährende Früchte bilden.
Auch die Teilnehmer der Schamanenausbildung in „Licht aus der Jurte“ müssen so manches Wegstück ohne Wegzehrung bewältigen.

Wo das Zukünftige zu wachsen beginnt

Im 2. Ausbildungsjahr trennt sich der Schein vom Sein. Zurück zur Schöpfungswurzel oder Seelentod.
Diese Entscheidung vollzieht sich nicht fern der Welt, sondern mitten im täglichen Leben.
Die Teilnehmer müssen im schamanischen Heilzentrum Wien hart daran arbeiten, als freie, selbstständige
und bewusste Kräfte im Erdendasein wirken zu können.
Nur dann ist es ihnen möglich, Zukünftiges zu erkennen und ihre Anker in die Zukunft zu werfen.
Sie geben ihr Bestes, mit Ausdauer und Gründlichkeit in das ihnen Verwandte, in die tief empfundene Brücke zum Kommenden einzutauchen. Das Versenken in die eigenen, gereinigten Seelenvorgänge bedeutet auch ein von Inspiration getragenes Hellsichtig-Werden
der eigenen Innenwelt. Diese geistige Sicht auf das eigene Innere fordert alles – manche sehen sich mit 5 Wunden, aus denen heraus sich
die Kreuzesgestalt bildet.

Aufrecht stehender Zweig mit weißen Obstbaumblüten – Sinnbild für die Entfaltung eines höheren Bewusstseins in der schamanischen Ausbildung.
Weiße Obstbaumblüten im Sonnenlicht – wie ein Blütenkelch öffnet sich das höhere Bewusstsein dem Werden des Zukünftigen.

Aus ihr heraus kann sich das höhere Bewusstsein der Zukunft bilden, ähnlich dem Blütenkelch des Baumes im Sonnenstrahl.
Andere Teilnehmer wiederum bewegen sich zuerst einmal heraus aus ihrem schützenden
Kreis der alten Anschauungen und konzentrieren ihre Kräfte auf das Ringen des
Lichts mit der Finsternis.
Regina Hruska: „Selbsterkenntnis kann bitter schmecken.
Die Frage ist dabei die Akzeptanz des Mülls, des Ungeistes im eigenen Palast.
Der Mensch kann sein Menschsein auch verspielen. Wo das geschieht, entsteht ein Vakuum.
Doch die helfenden Geister der Jurte und die beiden Schamaninnen stehen immer bereit, die Geburtswehen eines neuen Bewusstseins zu begleiten.“

Wenn das Herz zu tragen beginnt

Zumeist öffnet sich mit dem Sieg des Lichtes die Wurzel des Baumes, in welcher die mitleidende Liebe geborgen war. Mitlfühlende Klänge füllen hellhörige Ohren und übertönen verführerisch oberflächliches schamanisches Getue. Trotz aller kosmischen Wirkungskräfte, die in diesem Seminar kontaktiert werden, weiß jeder Einzelne um die Zwiespältigkeit,
die in der Eroberung des eigenen Herzens liegt, und um die herausfordernde Aufgabe, den Schatz der Seele
in anderen Menschen zu wecken.

Wenn Erkenntnis Alltag wird

Erkanntes muss sich im Alltag mit seinen Verlockungen, Scheinwelten und inneren Verliesen bewähren.
Eine der Aufgaben wird es sein, die inneren Hürden zu überwinden und zur Einheit zu führen.
Die Schamanische Ausbildung Zukunft fordert deshalb, geistige Erkenntnisse nicht nur zu gewinnen, sondern sie durch bewusstes Denken, Fühlen und Handeln im täglichen Leben wirksam werden zu lassen.

Im alltäglichen Leben muss daran gearbeitet werden und sich erproben, die Sphäre des rechten Denkens und Fühlens,
des Willens und des Mutes zu erreichen, die weit über das Übliche hinausgehen.
Ohne diese kontinuierliche Arbeit können die Heilkräfte und selbstlose Herzenskräfte aus dem Reich der Erkenntnisse nicht manifestiert werden und Schamanen werden zu leblosen Stehfiguren.

Dem Sog widerstehen

Die Offenbarung des Guten bedingt die Konfrontation mit dem Verderben, mit dem Bösen.
Auch diese Auseinandersetzung bleibt den Schamaninnen und Schamanen der Jurte als begleitende Aufgabe.
Das Anwachsen der Gegenmächte, die Angst und Bedrängnis der Menschenseelen zu ignorieren, wäre eine schwere
Verfehlung am Weg.
Dem Sog zu widerstehen und sich von ihm zu befreien, ist eine der Aufgaben des Schamanismus der Zukunft.
Die Schamanische Ausbildung Zukunft verlangt daher auch die innere Wachsamkeit, jenen Kräften zu widerstehen, die den Menschen von seiner geistigen Entwicklung und seiner Verantwortung für das Kommende abbringen.

Baum mit jungen Früchten und grünen Blättern – Sinnbild für das Werden des Zukünftigen und die Früchte geistiger Entwicklung.
Die Zukunft trägt Früchte – was einst als Knospe begann, entfaltet sich am Baum des Lebens zu neuer Wirklichkeit.

Die Zukunft hat begonnen

Am Ende könnte der Baum stehen, der im Nacheinander Blatt, Blüte und Frucht als gleichzeitig Ganzes im Raum steht.
In dieser neuen Natur- und Geistesrealität führen die beiden Schamaninnen die Teilnehmer zu jenen neuen geistigen Zukunftskräften, die bereits auf der Erde wirken.
Dazu reisen wir in die Weisheit der Vergangenheit, zu den Seelenerweckerinnen und Seelenerweckern und nehmen einige „Werkzeuge“ in Empfang, die uns als neue Hilfsangebote zur Verfügung stehen.
Sie stehen uns im Werden des Zukünftigen und im Schamanismus der Zukunft in
„Licht aus der Jurte“ hilfreich zur Seite.

Regina Hruska    Stephanie König     Kontakt     

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