Palmkätzchenbaum

SALIX CAPERA

Die Sal – Weide fällt im Frühling, mit ihren großen männlichen Kätzchen auf. Die weiblichen Bäume sind als Kätzchenweide bekannt. Die Palmweide wächst vom nördlichen Europa bis nach Ostasien und ist bei uns gemeinsam mit der Eiche einer der bedeutendsten Futterbäume für Schmetterlinge. Die Kätzchenweide blüht zeitig im Frühjar und ist eine der beliebtesten Bienen- und Insektenbäume.

Regina Hruska „Seit alters her steht die Weide in enger Verbindung mit dem Mond und diente den prophezeihenden, wahrsagenden Priesterinnen und Priestern. Wir finden sie im sumerischen Mythos, wo die Mond- und Liebesgöttin Belili  in Weiden, Brunnen und Quellen residiert. Im alten Griechenland finden wir mehrere Göttinnen die dem Baum zugetan gewesen sind. Darüber und über die dahinter stehenden Mythen erzähle ich bei Interesse der Teilnehmer gerne in den Seminare (n) oder bei Termine (n) der Fortbildungsseminare und in der Einzelberatung in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna.“

Aus irischen Quellen wissen wir, dass aus dem Holz der Weiden Harfen hergestellt wurden. Barden und Druiden mussten eine lange Ausbildung absolvieren. Auch Barden mussten Bescheid wissen über die Gesetzte der Natur, Philosophie, Versmaß, Dichtkunst, Grammatik und Komposition. Ihre Aufgabe war es Mythen zu erzählen und Erinnerungen an Ahnen und Geister lebendig zu erhalten. Schamaninnen und Schamanen im „Shamanic Centre Europe“ bauen in ihren Zeremonien und Ritualen immer wieder Kontakt auf zu diesen Ahnenkräften in den Zeiten und halten in ihren schamanischen Reisen die Erinnerung an diese wach.

Traditionell werden im Christentum am Palmsonntag Palmkätzchen geweiht und nach der Weihe wurde 1 Zweiglein zum Hergottswinkel in der guten Stube gegeben und noch im 19. Jahrhundert gab es Bauern, die an den vier Ecken ihrer Felder ein Zweiglein aus dem Palmbuschen steckten, um das Feld vor Unheil zu bewahren. Traditionell wurden die Palmbuschen auf die geschnitzen Stöcke, die vom Hollunder Lärche Wacholder oder Haselstrauch geerntet wurden gebunden. Als Umrandung dienten traditionell Zweige vom Buchsbaum und/oder Efeu Interessant ist vielleicht auch, dass in manchen Gegenden ein Apfel vom Apfelbaum den Weg in den Palmkätzchenstrauss fand. In keltischer Zeit stand der Apfel immer für die „Anderswelt“. Auch wir in „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ ehren mit den ersten Palmkätzchen im Frühling die Auferstehung, den Neubeginn, doch schneiden wir sie nicht mehr vom Baum. Der Bestand geht zurück und Bienen brauchen diese Futterpflanze.

Heilwirkung: Die fiebersenkende Wirkung der Weidenrinde ist seit Jahrtausenden bekannt. Salizylsäure – der schmerzstillende und entzündungshemmende Wirkstoff in Aspirin wurde erstmals in der Weidenrinde entdeckt. Die Rinde hat keine blutverdünnende Wirkung wie das Aspirin, eine Tinktur aus der Rinde hilft aber gegen Arthritis, wie die Heilpflanzen Knoblauch Salbei Thymian Blüten vom Weissdorn Weidenrinde hilft bei Muskel- und Knochenschmerzen wie die Heilpflanzen Mädesüß und Yamswurzel und hilft bei Fieber. Traditionell fiebersenkend wirken auch die Heilpflanzen Eisenkraut Engelwurz Eukalyptus Minze Himbeere Lobelie Zitronenmelisse Paprika Lobelie Thymian Ysop Salbei Ringelblume Blüten vom Hollunder Viele Pflanzen wachsen in der Heilerde vom Kompost des Heilgartens.

Rezeptur aus den Bergen Österreichs bei Bluthusten und Fieber: Zweige des Palmkätzchenbaumes wurden abgekocht und als Tee verabreicht. Bei Schweißfüßen gab man in das Fußbad neben Zinnkraut auch die abgekochte Rinde des Baumes.

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