Brennessel

URTICA DIOICA

Familie Brennesselgewächse, Urticaceae

Brennesseln säen sich im Heilgarten von „Licht aus der Jurte Shamanic Centre Vienna“ selbst aus. Sie wachsen auch am Kompost des Heilgartens. Regina Hruska lässt die Brennesseln ob ihres vielfältigen Nutzens im Garten stehen. Zumeist wachsen sie dort, wo nicht wirklich etwas wachsen will und sie sind neben ihrer Heilwirkung die Lieblingspflanzen der Schmetterlinge. Schwirren die kleinen Engelwesen gemeinsam mit den Libellen, Bienen und anderen Insekten durch den Heilgarten, erfreuen sie Teilnehmer der Seminare und Menschen, die im Seminarzentrum über Kontakt Termine und Einzelberatung in Anspruch nehmen.

Die Brennessel ist eine alte keltische Pflanze, die Kriegerin unter den Pflanzen. Eine Schutzpflanze, die nach traditionellen Sichtweisen Mensch, Haus und Hof schützt. Die Germanen weihten sie dem Donnergott. 

 

Heilwirkungen: Die Brennessel gilt, ob ihres hohen Eisen- und Vitamin C Gehaltes seit Alters her als Heilmittel und als Nahrungsmittel. Aus ihren Blättern lässt sich wie aus dem Baumspinat und Malaberspinat ein vorzüglicher Spinat, bereiten. Sie enthält Botenstoffe, die schmerzlindernd  bei Gonarthrose, einem Verschleiß des Kniegelenkes wirken. Entweder wird die Brennessel als Spinat gegessen oder  3 – 4 Blätter werden an der schmerzhaften Stelle zerrieben, auch dies lindert den Schmerz.  In jeder Form wirkt sie nierenreinigend, blutreinigend und entsäuernd, entwässernd, blutbildend, entzündungshemmend. Stärkt das Immunsystem, wirkt entschlackend, fördert den Haarwuchs, hilft bei Störungen des Fettstoffwechsels, bei Blasenentzündungen, Nierenschwäche, Rheuma und Gicht.

In den Bergen Österreichs galt: „Für jede Krankheit ist ein Kraut gewachsen“. Es wurde ein Beruhigungstee aus Brennesseln Schafgarbe und Kamille getrunken. Brennesseltee wurde bei Akne, zur Blutreinigung, zur Stärkung des Blutkreislaufes, bei Gallenleiden und Gicht empfohlen. Als Allheilmittel galt die Teemischung aus Brennessel Hollunder Kümmel Wacholder Spitzwegerich und die Blätter vom Löwenzahn Für Frühjahrskuren wurde die Brenessel und die Blätter der Birke empfohlen.

Entschlackungstee: 1 Liter Brennesseltee täglich, 3 – 4 Wochen lang. Brennesselshampoo: 1 Eigelb, 1 Glas Bier, 1/ TL Brennesselextrakt, 1/2 TL Buchsbaum – Extrakt, 3-4 Tropfen ätherisches Öl von Lavendel und Rosmarin Alles in einem Krug verrühren, mit heißem Wasser mischen, einmassieren, einwirken lassen und gut ausspülen. Dazugeben kann man die Blätter der Birke Für den Haarglanz wurden traditionell Blätter vom Nussbaum dazugegeben und blonden Menschen wurde die Zugabe von Buchsbaum empfohlen. Brennesseltinktur: 100g getrocknetes Kraut in 1/4 Liter 70 % Alkohol ansetzen, verschließen. 10 Tage ziehen lassen, abseihen und in dunkle Flaschen füllen.

Gegen Blattläuse helfen in Wasser angesetzte Brennesseln, angesetztes Zinnkraut stärkt die Pflanzen und angesetztes Wasser mit Rainfarn wird auf die Bäume gesprizt.

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