Bodengesundheit – biologische Landwirtschaft

In der derzeitigen Krise ist plötzlich Ackerland besonders kostbar.
Bewirkt die gemachte Lebensmittelkrise ein Umdenken der Menschen hin zu gesunden Lebensmitteln, die unsere Biobauern, Kleinbauern und Demeterbauern uns geben könnten?

Erinnern wir uns: Die Bodenmüdigkeit von Europas Ackerböden wird auf ca 30 Millionen Hektar geschätzt. Unsere Äcker sind verdichtet durch intensive Landwirtschaft und deren schwere Maschinen. Das bedeutet, die Böden nehmen nicht genug Wasser auf, die gesamte Bodenstruktur ist geschwächt, die Tiere die den Boden beleben sind rückläufig, die Ertragsraten gehen zurück. Wir sind konfrontiert mit dem Absinken des Wasserspiegels, der Zunahme von Krankheiten, Extremwetterlagen, einer rigorosen Umweltverschmutzung, einer Politik die versagt und Medien die Angst schüren. Es fragt sich nur, ob die Lebensmittel die wir wirklich benötigen zu teuer sind. Sieht man sich in einem Supermarkt um, dann benötigen wir zwei Drittel der angebotenen Waren nicht und in vielen Produkten ist nicht nur raffinierter Zucker, Palmöl und Chemie. Da hilft auch der Kennezeichnungs – Wahnsinn nichts.

Das Land erscheint uns in der klimatisierten Autofahrt durch die Landschaft grün und heil, zahlreiche Früchte Getreide und Mais werden reif. „Beruhigend, wir sind versorgt“, denkt der Autofahrer. Er weiß nicht, dass nur 40 Prozent der Anbauflächen für den Menschen gedacht sind, sondern für Tierfutter und man glaubt es kaum, wir betreiben unsere Fernseher mit Biogasanlagen und aus dem angebauten Raps wird Biodiesel und aus Mais und Soja Bioäthanol hergestellt. Die Liste ließe sich fortsetzen. Der Biogasboom scheint keine Grenzen zu kennen. In diesem ökologischen Irrsinn wurden viele Bauern zu Energielieferanten und haben ihr Bauerntum aufgegeben. Andere leiden durch die Zwänge eines überbordenden Bürokratismus.

Österreichischer Mais bestens behandelt mit Giften aller Art, dient als Tierfutter und als Lieferant für die Herstellung von Zitronensäure, Waschmitteln und Getränken am Weltmarkt. Premium Weizen auch bestens mit allerlei Spritzmittel versehen dient der italienischen Pasta – Herstellung.
Nutznießer der gegenwärtigen industriellen Landwirtschaft sind Megakonzerne und Konzerne, die zahlreiche Mythen verbreiten. Zum Beispiel sorgen sie dafür, dass auch der Mensch mit wenig Geld zu essen hat, weil die Produkte vielfältig, billig und nahrhaft sind. Anstelle der Bodenfruchtbarkeit sind die Begriffe der Ertragsfähigkeit des Bodens getreten, die nach Maß, Zahl und Gewicht aussagen, was der Boden hergibt.

Biologische Landwirtschaft – unsere Chance

Zahlreiche Bauern haben die Herausforderungen angenommen wieder fruchtbare Böden aufzubauen. Sie arbeiten mit Kompostwirtschaft für den Humusaufbau, er wirkt gesundend und harmonisierend und führt zur Dauerfruchtbarkeit. Holzkohle gestreut auf vergiftete Böden, bindet das verspritze Gift der industriellen Landwirtschaft. Die Böden bleiben bedeckt, auch mit Unkräutern/Mulchen und sind wenig gedüngt. Es gibt keinen Pestizideinsatz, sondern auf  Untersaaten, Zwischenfrüchte/Fruchtfolge, Gründüngung und Mischkulturen wird Wert gelegt. Das schützt und fördert die unzähligen Lebewesen die in der Erde wirken. Sie sind zuständig für die Stabilität natürlicher Systeme, für den sinnvollen Anbau von Lebensmittel, für die Kreisläufe der Nährstoffe in den Böden. Sie nähren die Wurzelsysteme und auch deshalb sind gesunde Böden erstrebenswert! Diese Arbeit von alternativen Anbaumethoden ist hart und die derzeitigen Betriebsmittel sind sehr teuer geworden.

Wir sind weder Helden noch Heilige

Jetzt, wo uns das Leben durch vielfältige Krisen ruft, ist es entscheidend, ob wir unsere Illusionen verlassen und uns für einen Sinneswandel im Bewusstsein entscheiden. Wir müssen auch sehen, wie durch die Zerstörung der Böden und deren Folgen, Dunkelheit in die Seelen der Menschen einströmt und Alternativen entwickeln und gemeinsam mit Anderen diese anbieten. Bio- Demeter – und Kleinbauern zählen bereits zu jenen Bauern, auf die wir uns auch als Schamaninnen und Schamanen stützen können. Aber wir brauchen verstärkt Ökofunktionssysteme, welche die Nährstoffkreisläufe ankurbeln, holistisches Management der Böden, Agroforstsysteme und vieles was bereits in unseren Köpfen gespeichert ist. Wir brauchen Menschen mit neuen Ideen, die verschiedenste Systeme der Pflanzen- und Bodenökologie kombinieren können.
Regina Hruska „Noch stützen wir uns auf die Ideen der Vordenker die nicht gewinnorientiert gearbeitet haben, sondern für eine lebenswerte Zukunft Das Gewinn – Motiv ist meiner Meinung nach einer heiligen Pflicht unterzuordnen. Aber damit das geschehen wir, brauchen wir vielleicht noch weitere Krisen!“

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