Ich nehme das heutige Neujahrskonzert zum Anlass einige Worte zur „holden Kunst“ zu schreiben.

Musik, ist wie die Natur eine unserer größten Heilerinnen auf dieser Erde. Sie ist nicht nur Pflege und Stärkung der Seele, sie öffnet uns die Tore zum „Unverfügbaren“ und verbindet Herz und Hirn, durchzieht Körper, Emotionen, Seele und Geist. Sie führt nicht nur gemeinschaftlich zusammen, sie läßt Schönheit, Humanität und Freiheit wachsen. Die imaginative Bewusstseinskraft von Künstlern kann  neue Wirklichkeiten erschaffen und das künstlerische Ereignis kann so zu einem Grenzereignis zwischen künstlerischer Anschauung und Sehertum werden. Dies ist unseren körperlichen Augen nicht zugänglich.
Sie kann in der Seele rütteln, zu einem Aufbäumen führen und uns dann doch wieder Halt geben.
Musik gehört zum Krisenmanagement, sie unterstützt uns besser in der Welt zurechtzufinden. Manchmal öffnet sie auch einen kleinen Spalt in die Höllenbereiche, um uns dann wieder einer Erlösung teilhaftig werden zu lassen. Ich denke dabei an Goethes Faust und all die vielen anderen Werke von großen Meistern.

Soweit ich als Schamanin „schauen“ konnte, kommen die Töne aus sehr hohen lichten Welten und wir können nur dankbar sein, wenn Menschen sie auf dieser Erde manifestieren können. Es ist eine der vornehmsten Aufgaben, wenn Künstler Werke reproduzierend zu neuem Leben erwecken! Zumeist wird Freude, Begeisterung, Ehrfurcht vor dem Werk und seinem Geistgehalt übermittelt. Dann wird es Zuhörern möglich, den Geistgehalt der Kompositionen zu erleben. Oftmals auch den Dreiklang von Musik, Dichtung und Geist.

Doch was passiert derzeit?
Regina Hruska „Nicht nur das die Kulturinstitutionen als Erste zugesperrt wurden, sie werden auch als Letzte wieder aufgesperrt. Viele Orchester, Künstler und Künstlerinnen sind ruiniert, man denke nur an die USA oder so wie bei uns sind viele im „Niemandsland“ verschwunden. Nach Monaten des Stillstandes, scheint Schifahren wichtiger zu sein als Musik, Kunst und Kultur in jeder Form! Ignoranz, Unkenntnis und Unverständnis zeichnen auch hier die Lage. Es ist eine ungeheure Anmaßung was sich die Administration im Bereich der Kunst leistet und eine unglaubliche Schande was sich die Menschen von ihr bieten lassen und auch noch „Danke“ sagen.
Neben den zahlreichen „Expertinnen und Experten“ sollten die Künstler sitzen: Musiker, Sänger, Schauspieler, Maler, Schriftsteller und all die vielen Anderen.“